Das älteste Haus von Hermsdorf heute Hotel und Gasthof "Zum Schwarzen Bär"

Das älteste Haus von Hermsdorf heute Hotel und Gasthof "Zum Schwarzen Bär"
An der Ecke Alte Regensburger Straße / Eisenberger Straße gelegen (Postanschrift Alte Regensburger Str. 2).
 
Beginnen wollen wir die Aufzählung im Objekt des heutigen Hotels & Gaststätte „Zum Schwarzen Bär“. Hier handelt es sich bekanntlich um das älteste Haus der Stadt und gehört aber eigentlich zur Ernststraße (Alte Regensburger Straße)

Dort befanden sich:

  • eine Gaststätte
  • eine Landwirtschaft
  • eine Bierniederlage der „Riebeck Brauerei“
  • im ehemaligen Tanzsaal ein Kino
  • ein Eishaus
  • die Druckerei Aepler
  • im Seitengebäude waren noch die Landdienstmädchen untergebracht
  • Teil- und zeitweise als Wohnung genutzt
  • es folgte im Grundstück der Bärengarten (Biergarten), lange Zeit wurde dort auch ein Maibaum gesetzt
  • in den 20er Jahren ein Kino
  • von 1978 bis 1990 ein Seniorenclub
  • Hotel und Gaststätte nach erfolgter Sanierung
 
Hermsdorfs ältestes Gebäude, an der heutigen Alten Regensburger Straße gelegen, ist der ehemalige Gasthof "Zum Schwarzen Bär im grünen Walde" (später nur noch Gasthof "Zum Schwarzen Bär" genannt). Vermutlich wurde es um 1200 erbaut. Es brannte um 1450 und um 1640 aus und wurde jeweils wieder aufgebaut. Aus dem Jahr 1646 gibt es die erste urkundliche Erwähnung. In früheren Zeiten war es die bedeutendste Einkehrstätte und die überhaupt erste Gastwirtschaft in Hermsdorf. Eine Herberge soll schon vor 1646 bestanden haben. Der einstige Fuhrmannsgasthof war Ausspannung für alle ankommenden und durchfahrenden Fuhrwerke und Händler. Bis 1840 wurden eine Reihe von  Erweiterungen, wie der Saalbau und der Bau der Stallungen und Wagenhäusern vorgenommen. Seit dem Jahre 1888 verfügt der Gasthof "Zum Schwarzen Bär" über eine Tanzloge. Der vorhandene Tanzsaal wurde in den zwanziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts als Kino eingerichtet und verpachtet.
Im Nebengebäude (heute Saal und Bowlingbahn) befand sich über Jahrzehnte eine Niederlassung der Riebeckbrauerei Gera. Diese wurde am 18.04.1974 geschlossen und das Grundstück stand leer.

Im Sommer 1978 erfolgte der Umbau der Gaststätte zum Klub der Volkssolidarität "Zum Schwarzen Bär". Schlüsselübergabe war am 28.02.1979. Der Klub hatte bis nach der Wende bestanden. Mit der erneuten Sanierung und Umgestaltung zum Gasthaus und Hotel zog der Klub in die Eisenberger Straße um.

Im Jahr 1990 begann die Sanierung und der Umbau zum Hotel und Gaststätte. Die Arbeiten wurden 1992 gestoppt und 1996 wieder aufgenommen.
Am 06.07.1996 wurde das Haupthaus seiner Nutzung übergeben. Am 21.01.1999, mit der Übergabe der Bowlingbahn, war
die letzte Etappe der Rekonstruktion des Gasthofes abgeschlossen und der Saal sowie die Bowlingbahn seiner Bestimmung übergeben. In dem Gebäude befinden sich heute die Gastwirtschaft und Hotel, Bowlingbahn, Konferenzräume, Saal, Bärenhöhle und Biergarten.
Dieses Gebäudeensemble demonstriert den Besuchern ein beeindruckendes Bild alter Fachwerk - Baukunst. Die letzte Rekonstruktion wurde so angelegt, das Elemente der verschiedenen Bauepochen wieder erkennbar wurden, wie z.B. Rundbogenfenster, Kellergewölbe und Holzverarbeitungen und das alte Fachwerk.
 

Weitere Infos zum Gasthof "Zum Schwarzen Bär" siehe hier.