Emil Schlegel „Brotschlegel“ und Geschichte der Naumburger Straße 8

Adressbucheinträge
1912 - Reinhold Schlegel Holzarbeiter

1925 - Emil Schlegel Musiker und Bäcker
1928 - Emil Schlegel - siehe Anzeige

1938 - Emil Schlegel Bäckermeister
1948 - Emil Schlegel Karl-Marx-Allee 8
Anzeige 1928
 
Emil Schlegel "Brotschlegel"
* 20.03.1881 Hermsdorf
† 09.03.1958 Hermsdorf
 
  • Das Haus wurde vom Vater Reinhold Schlegel in den Jahren zwischen 1860 /1870 erbaut. Dieser hatte von ca. 1860 - 1880 eine Landwirtschaft und war laut Adressbuch von 1912 Holzarbeiter.
  • Nach der Schule begann Emil Schlegel eine Lehre als Bäcker und Musiker. Er spielte Waldhorn und Geige, dies als Friedhofsmusiker und in der HESCHO - Kapelle. Gleichzeitig betrieb er ab 1897 die Bäckerei, am Anfang hausbacken.
  • 1923 / 1924 erolgte im Haus der Um- und Ausbau der Bäckerei und des Ladengeschäfts.
  • Es wurde nur Brot gebacken - daher der Spitzname "Brotschlegel" - und verkauft. Außerdem erfolgte der Handel mit Kolonialwaren und Futtermittel
  • Zum Dienst im 1.Weltkrieg eingezogen war Emil Schlegel Militärmusiker.
  • Bäckerei und Laden wurden bis 1947 betrieben. Im Jahr 1947 konnte das 50-jährige Jubiläum begangen werden. Kurze Zeit später wurde Emil Schlegel enteignet. Das Geschäft im Haus führte die Tochter Erna Schlegel, verh. Kühne weiter. Der Vater sollte nach Festlegung der Russen ausziehen, durfte dann gegen Miete in der Wohnung bleiben. Emil Schlegel betrieb die Bäckerei noch als Pächter weiter.
 
Emil Schlegel „Brotschlegel“ und Geschichte der Naumburger Straße
Hintere Reihe von links: Charlotte Klein | Martha Remane | Erna Kühne (Gemüsegeschäft)
Vordere Reihe von links: Elsa verw. Wilden, verh. Mehler | Emil Schlegel | Maria Schlegel verw. Tänzer
 
Federnschleißen bei Schlegels 2.von links Henriette Schlegel geb.Riedel
Federnschleißen bei Schlegels
2.von links Henriette Schlegel geb.Riedel
Federnschleißen bei Schlegels

50 Jahre

    
Verschiedene Ansichten des Hauses

Naumburger Straße 8 (rechts) Ansicht von 1952, gegenüber Fleischerei / Gastwirtschaft Posse Vorn rechts geht der Kirchenholzweg ab.

Foto ca. 1963
Blick auf die Naumburger Straße (links) und den Kirchenholzweg

siehe auch hier

   

Foto ca. 1965
Blick auf die Naumburger Straße (links) und den Kirchenholzweg
Die Bauarbeiten am „Blauen Bock“ haben begonnen.
   

Foto zwischen 1965 und 1981
Blick auf die Naumburger Straße 8
Die Abrissarbeiten beginnen. Links Pförtnerbude am Fahrradstand.

   

Foto ca. 1981
Blick auf die Naumburger Straße (links) und den Kirchenholzweg
Der „Blauen Bock“ ist fertig.
Das Haus Nr. 8 hier schon abgerissen.

   
Ansicht der Naumburger Straße 8
Ansicht der Naumburger Straße 8
Ausschnitte siehe unten
Schaufenster Schaufenster Naumburger Straße 8
   
Ausschnitt von links:
Martha Schlegel verh. Remane * 16.10.1910
und
Freundin Gertrud Riedel verh.
   
Ausschnitt

Bild links - 4 Kinder:
von links nach rechts
Erna Schlegel verh. Kühne geb. 24.07.1919
Elsa Schlegel verw. Mehler verw. Wilden geb. 05.12.1916
Maria Schlegel verw. Tänzer geb. 26.02.1921
Charlotte Schlegel verw. Klein geb. 08.02.1913 oder 1914


Marie Schlegel ging 1944 zum Pflichtjahr als Krankenschwester nach Jena.
Seit dieser Zeit wohnt sie in Jena.
Charlotte Schlegel war verheiratet mit "Papa Klein" dem Bademeister von Hermsdorf.

   
Ausschnitt
Flora Schlegel geb. Poser
Mutter der 5 Schlegel-Schwestern
   
Ausschnitt
Henriette Schlegel geb. Friedel - Großmutter

50 Jahre

Laden


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