Chronik Baugeschehen in Hermsdorf

© Stefan Lechner
 
Angeführt werden Baumaßnahmen mit gewerblichen bzw. gemeinnützigen Hintergrund, mit wenigen Ausnahmen aus der Geschichte der Betriebe.
 
1173  Auf einem geheimen Hoftag, der den Umständen nach nur im ehemaligen Gasthof „Zum Schwarzer Bär im Grünen Walde“ stattgefunden haben konnte, enthob Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) den König von Böhmen seiner Würde.
1499 / 1500 wurde der Gasthof „Zum Schwarzen Bär im grünen Walde“ wieder erwähnt. Er war die bedeutendste Einkehrstätte (Ausspanne) und auch die erste Gastwirtschaft hier in Hermsdorf. Der Wirt galt damals als der mächtigste Mann im Dorf. Der Gasthof brannte 1640 ab. 1646 ließ Nicol Tammrich den abgebrannten Gasthof „Zum Schwarzer Bär im Grünen Walde“ wieder aufbauen.
   
17.05.1732 Abriss einer alten, kleinen und baufälligen evangelisch-lutherischen Kirche und Neubau der heutigen St. Salvator Kirche. Die Weihe erfolgte im gleichen Jahr am 1. Advent.
   
1827 Die Knabenschule wurde im selben Jahre aufwendig repariert und erweitert, sodass diese Reparatur einem Neubau gleichkam.
   
1840 Inbetriebnahme der neu Erbauten Mädchenschule, Baubeginn war 1837.
   
1863 Bau des Hauses in der späteren Ernststraße (heute Alte Regensburger Straße) mit Gaststätte "Weißer Hirsch", später "Centralhalle".
   
1866  Die bis dahin lose Quelle, der Buchborn, wurde angelegt und in großen Steinplatten gefasst, mit einer Sandsteinplatte überdacht und als Schöpfstelle hergerichtet.
   
1867  Bau der Landstraße nach Oberndorf.
   
29.04.1872 Grundsteinlegung zum neuen Schulgebäude und am 02.11.1873 die Einweihung. Auf ihren Grundmauern steht seit 1949 die „Friedensschule“.
   
29.07.1876 Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Weimar - Gera. Hermsdorf erhielt damit Anschluss an das Eisenbahnnetz. Gleichzeitig wurde an diesem Tag im Bahnhofsgebäude eine Posthilfsstelle und ein Post- und Telegrafenamt eröffnet.
   
1868 Das Dampfsäge- und Hobelwerk Prüfer wurde errichtet (ab 1936 Hematect Hegemann). Der Standort gehörte in dieser Zeit noch zur Flur Klosterlausnitz.
   
1886 Das Dampfsäge- und Dampfhobelwerk Ernst Acker wurde gegründet. Der Standort gehörte in dieser Zeit noch zur Flur Klosterlausnitz.
   
1885 Die Straßenbeleuchtung mit Petroleumlampen wurde eingeführt.
   
1889  Bau des 30-Familien-Hauses des Porzellanwerkes Hermsdorf, als Arbeiterwohnung, Abriss 1963. Weiterhin: Bau der Wohnhäuser in der Lessingstraße, als Wohnungen für leitende Angestellte des Betriebes sowie Bau der Betriebswohnungen für Arbeiter in der Uhlandstraße.
   
01.10.1897 Eröffnung des 1896 - 1897 gebauten Rathauses.
   
1898 Bau der Turnhalle der Schule (ein Holzbau mit Lehmfußboden).
   
04.09.1903 Einführung der elektrischen Straßenbeleuchtung.
   
03.06.1904 Bauantrag zum Bau des ersten Freibades, verwirklich an Senfs Teich.
   
1906 Bau des zweiten Schulgebäudes (heute Musikschule).
   
1911 Bau der ersten Ortswasserleitung.
   
1912 Die alte Turnhalle (Holzbaracke) wurde abgebaut und eine neue Turnhalle errichtet (heute Turnhalle Friedensschule). Die alte Halle wurde auf dem Gelände der Leiterfabrik Friedrich L. Claus wieder aufgebaut und diente dem Turnerbund als Sporthalle. Sie stürzte durch Schneelast 2010 ein.
   
11.03.1912 Erste Spatenstich (11.04.1912 Grundsteinlegung) zum neuen Schützenhaus, 23.05.1912 Richtfest und 1913 Anbau des Saales.
   
07.01.1921 Baubeginn für das 10-Familien-Haus (Am Neuen Haus 1).
   
01.05.1926 Grundsteinlegung für den Wohnblock 30-Familien-Haus (Am Neuen Haus 2 bis 7), Erstbezug 1927.
   
07.08.1927 Einweihung des neu gebauten Freibades.
   
1926 bis 28  Die Kanalisierung und die Straßenpflasterung wurden im Wesentlichen abgeschlossen.
   
1928 -1929  Bau der „Bausi“ (Bausiedlung) im damaligen Bobecker Weg (heute Beethovenstraße) und die Wielandstraße angelegt.
   
1929 Bau des Gemeindehauses August-Bebel-Straße 10 und 12.
   
1930  Der neue Friedhof wurde mit einem Kostenaufwand von 16400 M angelegt.
   
1930 Der Raudenbach im Bereich des Alten Marktes wurde übertunneln.
   
1934 – 1938 In dieser Zeit wurden die Autobahnen und das „Hermsdorfer Kreuz“ (heute BAB A9 Berlin-Nürnberg und BAB A4 Dresden-Frankfurt/M.) gebaut. Im März 1934 erfolgte der erste Spatenstich auf Thüringer Gebiet.
   
1935 In der Eisenberger Straße wurde ein Stadtkindergarten eröffnet. Im Kriegsjahr 1940 wurde er geschlossen. Gleich nach Kriegsende wurde er wieder eröffnet und in den 1950er Jahren in "Bummi" umbenannt. Leni Zätzsch war erste Leiterin 1945.
   
02.08.1938 Im Hof der Gaststätte „Zum Schwarzen Bär“ wurde das alte Nebengebäude (Gesindehaus) abgerissen.
   
09.04.1945 Es gab die schwersten Bombenabwürfe auf Hermsdorf., Insgesamt wurden 13 Personen getötet, 21 verletzt, über 20 Gebäude durch Bomben beschädigt. Auch die Schule brannte vollständig aus.
   
01.04.1946 Der Kindergarten in der Eisenberger Straße der Gemeinde Hermsdorf wurde eröffnet (später Bummi). Leiterin des Kindergartens war Frau Leni Zschätzsch, Helferin Fräulein Erika Thiermann und Frau Ilse Zidella.
   
01.12.1946

KWH I (Kinderkrippe und Hort) in der Naumburger Straße wurde eröffnet. Anfangs in einer Baracke, später in Oettels Waldhaus - Schließung 1990.

   
01.08.1948 Der Rasthof „Hermsdorfer Kreuz“ wurde ab 13.04.1945 (Einmarsch der Amerikaner) bis Anfang 1948 vollständig geplündert. Nach dem Wiederaufbau eröffnete Wilhelm Odental den Rasthof wieder. Dazu wurde vom Land Thüringen ein Bauleiter eingesetzt. Nach umfangreichen Unterschlagungen "verzog" dieser nach Westdeutschland.
   
01.05.1949 Schlüsselübergabe des neu umgebauten Kulturhauses „Völkerfreundschaft“ der HESCHO. Im Klubhaus befanden sich ein Kinosaal, eine Lesezimmer, ein Billardsaal und weitere Aufenthaltsräume. Am 23.12.1997 wurde es dann für immer geschlossen, später verkauft und 2004 als Wohn- und Geschäftshaus umgebaut.
   
11.08.1949 Um- und Erweiterungsbau der Kläranlage und des Kanalisationsnetzes mit Vorfluter vom Raudenbach. Es gab im Wasserwerk durch geringe Niederschläge große Probleme, der Tiefbrunnen am Rasthof wurde deshalb entschlämmt und wieder in Betrieb genommen.
   
17.08.1949 Die Gemeinde erwarb ein Grundstück von Willy Kuft aus Eineborn, zur Fassung und Ableitung des darin auftretenden Quellwassers zur Versorgung der Gemeinde Hermsdorf.
   
15.10.1949  Nach rund 3 Jahren Aufbauarbeit erfolgte die Einweihung der Schule und Namensgebung in Friedensschule. Die Schule war am 09.04.1945 im Zusammenhang mit den schweren Bombenangriffen ausgebrannt. Geplant war, die Schule bereits 1947 fertigzustellen, davon zeugt noch der Türstein über dem Haupteingang.
   
26.10.1949 Das Sportplatzgelände ging in Gemeindebesitz über und wurde eingezäunt.
   
07.11.1949 Die Betriebs-Poliklinik der HESCHO wurde durch den Technischen Direktor der SAG Petrosjanz übergeben.
   
01.05.1950 Nachdem im April das Grundstück von der Gemeinde erworben wurde, erfolgte die Grundsteinlegung für das 6-Familien-Haus Naumburger Straße. Im Jahr 1952 wurde es bezogen.
   
10.05.1950 Straßenarbeiten und Erneuerung der Kanalisation in der Schulstraße wurden beendet.
   
27.08.1950 Einweihung des Sportplatzes und Umbenennung in „Werner-Seelenbinder-Sportstätte“. Gleichzeitig wurde der ehemalige Sportplatzweg in Werner-Seelenbinder-Straße umbenannt.
   
18.10.1950 Das Schützenhaus wurde 1949 Stein für Stein abgerissen und die Steine für den Neubau der Ingenieurschule vorbereitet. Der erste Bauabschnitt wurde übergeben und galt als Eröffnung der Schule.
   
??.11.1950 Richtfest zum 2. Bauabschnitt der Ingenieurschule.
   
15.03.1951 Der 2. Bauabschnitt der Ingenieurschule wurde fertiggestellt und seiner Funktion übergeben.
   
1951 Beginn der Bauarbeiten „Friedenssiedlung“, aber nur die „kleinen Häuser“, noch nicht die Wohnblöcke.
   
1951 Die Schulstraße wurde gepflastert.
   
1952  Von Krautwurst Erben erfolgte ein Grundstückskauf für den Bau eines Internats der Ingenieurschule. Das Internat der Ingenieurschule für Keramik wurde noch 1952 gebaut.
   
16.05.1952 Erster Spatenstich für das neue Gemeindehaus der Freien Evangelischen Gemeinde Hermsdorf.
   
26.05.1952 Der Gemeinderat bewilligt DM 1000,- für die Erstellung eines neuen Sprungturmes im Freibad und weitere 1000,-DM für ein Ausweichsportfeld in der Werner - Seelenbinder - Sportstätte. Der neue Sprungturm wurde am 27.07.1952 eingeweiht.
   
1953   Die Häuser „Am Neuen Haus“ 1, 2 und 7 wurden umgebaut.
   
1954 Baumaßnahmen der AWG-Siedlung in der Rodaer Straße.
   
1955 Das sogenannte Dozentenhaus wurde gebaut.
   
1955 In der Uthmann Str.1 wurde der durch die Bewohner der Siedlung errichtete Kindergarten eröffnet. Nach Abriß und Neubau erefolgte an gleicher Stelle am 03.01.1991 die Eröffnung des Kindergartens "Max und Moritz".
   
1956  In Vorbereitung auf die 700-Jahr-Feier wurde am Rathausplatz die Treppe zum Sportplatz abgebaut und eine Straße nach unten gelegt. Die Zufahrt zum heutigen Festplatz entstand.
   
1957

KWH II (Kinderkrippe und Hort) in der Naumburger Straße wurde eröffnet - Schließung 1990, heute Jugendhaus.

   
1958  Bau der AWG-Häuser in der Wildungsstraße.
   
1958 bis 59 Bau der AWG-Häuser in der Clara-Zetkin-Straße und der Karl-Marx-Allee (Naumburger Straße).
   
1959  Die ehemalige Gaststätte „Centralhalle“ wurde in ein Filmtheater mit Totalvision und 450 Plätzen umgebaut.
   
1959 Beginn des Neubaus des Sportlerheimes (Fertigstellung 1961), die alte „Führerbaracke“ wurde im NAW umgesetzt und dient seither als Feuerwehrheim am Sportplatz in Oberndorf. In der Werner-Seelenbinder-Sportstätte entstanden Rasen- und Schlacke Platz.
   
1961 Die (damalige) Umgehungsstraße Werner-Seelenbinder-Straße wurde verlängert. Damit war die Straße nunmehr durchgängig von der Naumburger Straße bis zur Eisenberger Straße befahrbar.
   
1961   Das ehemalige Internat der Ingenieurschule für Keramik wurde erweitert.
   
1962  Die Werner-Seelenbinder-Straße wurde gepflastert.
   
1962 Die MINOL – Tankstelle am Bahnhof wurde errichtet.
   
1963 Durch Erweiterungsbauten der KWH wurde mit dem anfallenden Erdaushub die Talmulde südlich der Schillerstraße aufgefüllt und der Raudenbach übertunnelt, damit war das Tal unterhalb des Rathauses eben.

Geplant waren umfangreiche Baumaßnahmen von Wohnraum (Waldsiedlung). Deren Umsetzung wurde aber zunächst durch Widerstand aus Bad Klosterlausnitz verhindert. Der Kurort erhob Einspruch gegen das weitere Abroden von Waldgebieten zwischen Hermsdorf und Bad Klosterlausnitz. Zahllose Schreiben gingen an Behörden, Hochschulen. Gutachten wurden angefordert und Einwohnerversammlungen durchgeführt. Dies führte alles dazu, dass mit dem Bau der Waldsiedlung erst 1964 begonnen werden konnte.

Die Betriebspoliklinik erhielt einen Erweiterungsbau.

Fertigstellung von 160 Wohnungseinheiten im Rohbau, Käte-Kollwitz-Platz (Block 1 - 4).

Abriss Teile der Karl-Marx-Allee (Naumburger Straße) zur Erweiterung KWH.
   
1963 – 64 Errichtung der Steinbaracke oberhalb des Schulhofes der Friedensschule zur Verbesserung des Unterrichtes und der Hortbetreuung.
   
1964  Um- und Neubauten des Jahres:
- Felsenkellerweg saniert
- 48 Wohnungseinheiten Rohbau für Bauarbeiter Block V Friedenssiedlung
- 36 Wohnungseinheiten Rohbau für Clara-Zetkin-Straße (Armeeblöcke)
- Wasserleitungsbau Wasserwerk-Hermsdorf, Neubaugebiet
- Entwässerungsleitung Friedenssiedlung
- Hermann-Käppler-Platz saniert
- Erschließung Neubaugebiet „Waldsiedlung“ diese wird durch die Straße nach Bad Klosterlausnitz, die Werner-Seelenbinder-Straße und Verbindungsweg zur
  Wielandstraße begrenzt. Der spätere Komplex „Am Stadion“ und „Platz des 7. Oktober“ (heute Grünstädter Platz) werden oft in die Bezeichnung  Waldsiedlung   einbezogen.
- Einrichtung einer Kinderklinik in der Goethestraße (Übergabe 24.07.1967)
- Block 1 bis 4 Käthe-Kollwitz-Platz bezugsfertig
- Reichenbacher Straße Mauer renoviert
- Geraer Straße, Ecke Alte Regensburger Straße, wurde das Haus abgerissen (Ofensetzer)
- Bergstraße Mauer und Weg erneuert
- Block V Friedenssiedlung und Block VI Clara-Zetkin-Straße bezugsfertig
- Entwässerungsleitung Neubaugebiet – Kläranlage
- Heizkanal vom Gelände Holzbauwerke ins Neubaugebiet
- Beginn Bau der Waldsiedlung, 1965 konnten der 1. und 2.Block mit je 60 Wohnungen bezogen werden.
   
1965  Um- und Neubauten des Jahres:
- Neubau Hort Friedensschule fertiggestellt
- Straßenbau Reichenbacher Straße und Werner-Seelenbinder-Straße
- Kläranlage fertiggestellt
- Kanalisation Bergstraße zur Kläranlage
- 30 m Übertunnelung Raudenbach
- Straßenbeleuchtung Clara-Zetkin-Straße
- provisorisches Heizkraftwerk im Neubaugebiet
- Bus Platz am Bahnhof
- Waldsiedlung Block 4, 5 und 7 Rohbau
- Waldsiedlung Straßenbau Straße 1 fertiggestellt
- Karl-Marx-Allee, KWH Rohbau Mehrzweckgebäude (Blauer Bock)
   
04.07.1966 Der Kindergarten "Anne Frank" in der Hermann-Danz-Straße wurde eröffnet. Erste Leiterin war Ilse Zidella.
   
1967 Aufschließungsarbeiten für Neubaugebiet „Am Stadion“
   
Nov. 1967 Nach Neubau Kinderkrippe "Otto Worms" übergeben. Die Übergabe und Namensgebung erfolgte in Beisein der ehemaligen sowjetischen Zwangsarbeiter Naum Spektor und Nikolai Schljachim. Am 17.06.2003 erfolgte die Umbenennung in "Pfiffikus" - Begründung: Die Kinder können mit dem Namen Otto Worms nichts anfangen. Es ist heute noch der einzige Kindergarten in Trägerschafz der Stadt - bis 1990 waren es 11 Einrichtungen.
   
Februar 1968 Übergabe der Turnhalle der neu gebauten 2. Polytechnischen Oberschule (POS) „Werner Seelenbinder“ – heute Regelschule „Am Hermsdorfer Kreuz“.
   
03.05.1968  Bau, der überwiegend durch die Kameraden der FFW als Eigenleistung geschaffen wurde. Am 01.05.1974 erfolgte die Übergabe des Gerätehauses mit 4 Garagen, einem Schulungsraum und 5 Wohnungen für Feuerwehrangehörige. Die Bausumme betrug 560000,- Mark.
   
05.10.1969 Hermsdorf wurde das Stadtrecht verliehen. Am gleichen Tag erfolgte die Einweihung des Freiluft- Versuchsfeldes in den Keramischen Werken Hermsdorf. Begonnen wurde der Bau 1965. Die drei Portale waren das Wahrzeichen der Stadt. Sie wurden am 01.08.1992, 22.08.1992 und 26.08.1996 gesprengt.
   
1970

Die Kombi I (Krippe und Kindergarten) ind der Rudolf-Breitscheid-Straße wurde eröffnet. Schließung 1990 - heute in freier Trägerschaft „Förderschule SfG Christopherus”.

   
1970  Eröffnung der HO-Kaufhalle Waldsiedlung.
   
1970 Einweihung des Gebäudes der heutigen 1. Staatlichen Grundschule (Flachbau).
   
1971

Die Kombi II (Krippe und Kindergarten) ind der Erich-Weinert-Straße wurde eröffnet. Schließung 1990 - freie Trägerschaft, Abriss und Neubau 2005 - heute
Kindergarten "Holzlandknirpse" der AWO.

   
01.02.1971  Die PGH „Schönheitspflege Kahla“ eröffnete in der Waldsiedlung ihren Salon.
   
01.07.1971  Die Konsumgenossenschaft Stadtroda eröffnete in der Werner-Seelenbinder-Straße das Kinderkaufhaus, 1989 geschlossen wurde es 2004 abgerissen.
   
1972 Einweihung der betrieblichen kombinierten Kindereinrichtung in der Werner-Seelenbinder-Straße.
   
1972 Baubeginn des Wohnkomplexes „Am Bahnhof“.
   
11.04.1972  Eröffnung der HO-Gaststätte „Holzlandperle“ in der Waldsiedlung.
   
10.05.1972  Eröffnung der neben der Gaststätte „Holzlandperle“ in der Waldsiedlung gebauten Schülergaststätte. Dort nahmen die Schüler der umliegenden Schulen das Mittagessen ein.
   
21.06.1972   Eröffnung des HO-Magnetkaufhauses am Rathaus.
   
01.03.1973   Wiedereröffnung der Sparkassenfiliale Ecke Schillerstraße, Eisenberger Straße nach umfangreicher Rekonstruktion.
   
02.04.1973 Wiedereröffnung des Postamtes Ecke Schillerstraße, Eisenberger Straße nach umfangreicher Rekonstruktion.
   
06.10.1973  Eröffnung des Stadtambulanz in der Waldsiedlung.
   
1974   Bau und Inbetriebnahme des Heizkraftwerkes an der Straße nach Bad Klosterlausnitz.
   
1974 - 77 Der Bahnhof wurde umgebaut und erweitert.
   
29.04.1974  Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des KWH - Busbahnhofes an der Karl-Marx-Allee (Naumburger Straße).
   
13.08.1974  Grundsteinlegung zum Bau der neuen Kegelhalle in der Werner-Seelenbinder Sportstätte.
   
1978    Die katholische Gemeinde „St. Josef“ erhielt im Rahmen eines „staatlichen Sonderbaugramms der DDR für kirchliche Einrichtungen“ (Genex) ein neues Haus.
   
1978  Das älteste Grundstück von Hermsdorf, der Gasthof "Zum Schwarzen Bär" stand ab 1978 leer und war völlig heruntergekommen. Im Sommer 1978 erfolgte der Umbau der Gaststätte zum Klub der Volkssolidarität. Am 28.02.1979 erfolgte die Schlüsselübergabe. Der Klub hatte bis 1990 dort bestanden.
   
Juli 1981  Bau des KWH - Lehrlingsinternates in der Rudolf-Breitscheid-Straße (Waldsiedlung).
   
Mai 1982  Nach Sanierung und Umbau erfolgte der Umzug der Hermsdorfer Bibliotheken in die Villa Hegemann (Eisenberger Straße).
   
1983 Errichtung des Wohngebietes am „Platz des 7. Oktober“, umbenannt 1990 in „Grünstädter Platz“.
   
1984 – 87 Übernahme der ehemaligen Wäscherei (Schulstraße) und Aufbau zur Lohnmosterei durch die BHG – VdgB.
   
1989 Einbau einer neuen Sauer Orgel in die St. Salvator Kirche, mit einem Kostenaufwand von 130.000 M.
   
1992 – 93   Rekonstruktion des Hermsdorfer Kreuzes aufgrund der noch in der DDR erarbeiteten Planung, obwohl andere Verkehrsbedingungen entstanden waren.
   
20.07.1993  Nach Rückbau der Kraftwerkshallen wurden die Schornsteine des ehemaligen KWH - Heizkraftwerkes, an der Straße nach Bad Klosterlausnitz gesprengt.
   
07.11.1993 Auf dem TRIDELTA-Gelände wurde ein weiterer Schornstein gesprengt.
   
1993   Fertigstellung und Einweihung am Holzlandgymnasium (vormals EOS und 3. POS) des Anbaus mit sechs Fachunterrichtsräumen und den dazugehörigen Vorbereitungsräumen sowie dem Speiseraum.
   
1994  Von Juli bis August erfolgte die Neugestaltung des Rathausplatzes mit Pflasterung und Begrünung.
   
24.08.1994  Einweihung der neuen Kläranlage, bereits zu DDR Zeiten geplant und nach diesen Plänen gebaut, war die Anlage auf die Einwohnerzahlen und Industrie zu DDR Zeiten ausgerichtet und ist damit für die neuen Verhältnisse völlig überdimensioniert.
   
14.09.1994  Erster Spatenstich für den Bau der „Westumgehung“.
   
03.10.1994   Das Mischgebiet II mit der „Lahnsteiner Straße“ wurde der Bestimmung übergeben.
   
1994   Im November und Dezember 1994 erfolgten die Neueröffnungen der Einkaufsmärkte „GLOBUS“, „City Point“, „Holzlandcenter“ mit „Aldi“ im Holzlandcenter.
   
21.09.1995  Einweihung des Einkaufszentrums „Brückencenter“, errichtet wurde es auf dem Gelände des ehemaligen Dampfsäge- und Dampfhobelwerkers Acker.
   
22.09.1995 Erster Spatenstich für das neue Feuerwehr Gerätehaus, mit Vereinsräumen und DRK-Rettungswache in der Naumburger Straße.
   
22.12.1995  Die Autobahnanschlussstelle "Hermsdorf - Ost" (A4) wurde für den Verkehr freigegeben.
   
15.01.1996 Baubeginn der Brücke über die Bahnlinie in der Naumburger Straße.
   
06.07.1996     Wiedereröffnung nach Sanierung des Hauptgebäudes im Gasthof „Zum Schwarzen Bär“.
   
19.07.1996  Wiedereröffnung des Freibades nach umfangreicher Sanierung.
   
16.08.1996 Richtfest am Feuerwehrgeräte- und Vereinshaus in der Naumburger Straße auf dem ehemaligen KWH – Busbahnhof in der Naumburger Straße.
   
24.01.1997 Das Ärztehaus (ehemals HF-Labor und Polizeigebäude), wurde offiziell seinen neuen Mietern übergeben.
   
23.05.1997 Richtfest der 18 neuen Wohneinheiten in der Uthmann Straße.
   
14.07.1997 Nach Abriss eines Hauses und Schaffung eines Zugangs ins neue Stadtzentrum, erhielt die Verlängerung der Schiller Straße Richtung Stadthaus den Namen Porzellinergasse.
   
19.07.1997   Der rekonstruierte Sportplatz wurde wieder seiner Bestimmung übergeben.
   
29.08.1997 Freigabe der Brücke „Naumburger Straße“ und Übergabe der Naumburger Straße. Nach über 35-jähriger Unterbrechung wurde die Naumburger Straße damit wieder für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben.
   
24.09.1997 Nach Rekonstruktion wurde die Bergstraße für den Verkehr wieder freigegeben.
   
14.11.1997 Die Geraer Straße vom Friedhof bis zur Autobahn wurde nach Sanierung zur Nutzung freigegeben.
   
24.11.1997 Die Westumgehung (Stadthaus - GLOBUS - Berufsschulzentrum) wurde für den Verkehr freigegeben.
   
02.07.1998 Richtfest für die Sozialwohnungen neben dem Stadthaus. Wohnungsübergabe war am 28.10.1998.
   
06.10.1998 Erster Spatenstich für den Wohnheimneubau des ASB in der Lahnsteiner Straße.
   
21.11.1998 Die „Erschließung“ Industriepark TRIDELTA galt als abgeschlossen.
   
05.02.1999 Der Stadtrat tagte aus Anlass der rekonstruierten Räume im Saal der Gaststätte „Zum Schwarzen Bär“.
   
17.04.1999 Das zukünftige Stadthaus war rohbaufertig.
   
03.05.1999 Die Schulstraße wurde „notsaniert“. Das alte Pflaster wurde entfernt und Schwarzdecke aufgebracht, die Sanierung der Versorgungssysteme wurde verschoben.
   
24.07.1999 Bei Bauarbeiten in der Friedenssiedlung stieß man auf einen Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Es war in Vergessenheit geraten, dass dieser noch besteht.
   
15.12.1999 Die elf 5-Raum-Wohnungen des Hochhauses Hermann - Danz – Straße 16 wurden während der Sanierung umgebaut. Durch Teilung wurden diese verkleinert und es entstanden 1- bzw. 2-Raum-Wohnungen.
   
19.01.2000   Der Bau der Umgehungsstraße im Tridelta-Gelände, zwischen Bahnhofsbrücke, dem ehemaligen „Weißen Haus“ sowie Ärzte- und Stadthauserfolgte.
   
01.11.2000 Das Hermsdorfer Stadthaus wurde eingeweiht.
   
18.01.2001  Inbetriebnahme der neuen Wetterstation für die ARD und MDR. Am 04.04.2001 wurde diese durch Jörg Kachelmann offiziell eröffnet.
   
22.04.2001  Beginn der Sanierung des Bahnhofs Hermsdorf-Klosterlausnitz.
   
20.06. 2001 Bei den Arbeiten am Bahnhofsvorplatz wurden 1772 Brandbomben und 2 Nebelkörper aus dem 2. Weltkrieg freigelegt und mussten aufwendig geräumt werden. Am 11.04.1945 wurde am Bahnhof vormittags ein Munitionszug bei Bombenangriffen getroffen und explodierte. Der Wald im Bereich des ehemaligen Stellwerkes wurde fast vollständig vernichtet und die in der Nähe befindlichen Häuser beschädigt. Die Reste des Munitionszuges, darunter die scharfe Munition wurde neben dem Bahnhof ein eine Senke geschüttet und mit Erde abgedeckt. Alles geriet nach dem Krieg in Vergessenheit und das Gelände wurde (ohne vorherige Munitionssuche) später überbaut (Vorplatz/Busbahnhof).
   
25.08.2001 Richtfest bei der Sanierung der im Jahr 1949 eingeweihten ehemaligen Betriebspoliklinik Poliklinik KWH. Heute Wohn- und Geschäftshaus (Pressehaus). Am 28.03.2002 zogen die Mieter ein.
   
30.11.2001 Erster Spatenstich in der Gartenstraße zum Bau von 12 Zweifamilienhäuser.
   
05.06.2002 Bis August wurde die Stützmauer in der Reichenbacher Straße saniert.
   
06.06.2002 Richtfest am Werkstattgebäude des Staatlichen Berufsschulzentrums in der Rodaer Straße.
   
06.01.2003 Das Staatliche Berufsschulzentrum wurde seiner Bestimmung übergeben.
   
09.07.2003 Die umfangreiche Sanierung der Eisenberger Straße begann. Die Freigabe erfolgte am 14.11.2003.
   
19.07.2003 Die Stützmauern rings um den Hof der Gaststätte „Zum Schwarzen Bär“ wurden saniert und weitere Parkflächen geschaffen.
   
25.07.2003 Baubeginn für den Brückenneubau über die Autobahn in der Beethovenstraße.
   
28.07.2003 Baubeginn für die Einbindung der neuen Schleifreisener Brücke an die bestehende Kreisstraße nach Schleifreisen und die Robert – Friese - Straße.
   
2003  Von August bis Dezember wurde das Dach der St. Salvator Kirche neu gedeckt. Dabei traten Unerwartete Probleme auf. Der Dachstuhl war erheblich geschädigt, was erst bei den Dachdeckarbeiten festgestellt wurde.
   
06.10.2003  Ein weiterer Abschnitt der Straßensanierung über den Kreuzungsbereich Schillerstraße / Eisenberger Straße in Richtung Rathaus wurde begonnen.
   
2004 Die 1876 erbaute und nur wenig geänderte Bahnhofsbrücke wurde abgerissen.
   
20.01.2004  Das alte Wasserwerk wurde abgerissen und an seiner Stelle ein neues Betriebsgebäude des Wasserzweckverbandes Holzland errichtet.
   
29.10.2004 Die neu erbaute Bahnhofsbrücke wurde eingeweiht.
   
28.04. 2005 Symbolischer „Spatenstich“ für den Kindergartenneubau „Holzlandknirpse“. Die ehemalige Kindereinrichtung Kombi 1 in der Erich-Weinert-Straße wurde zuvor abgerissen.
   
11.05.2005 Die Handelskette Lidl baute in der Industriestraße eine neue Verkaufseinrichtung. Eröffnung war am 12.12.2005.
   
20.06.2005 Erster Spatenstich für neue Umgehungsstraße. Die Trasse zwischen Geraer Straße und den Globus-Kreisel wurde 2,5 km lang.
   
13.02.2006 Beginnen die Umbauarbeiten der Regelschule.
   
05.03.2006 Erster Spatenstich für den Bürgerpark unterhalb von Gartenstraße und Rathaus. Bis zum Juni wurde dort ein Kinderspielplatz errichtet.
   
20.04.2006 Symbolischer Spatenstich für den Bau der Südtangente (Berufsschulzentrum bis Auffahrt Ost). Bis zum 06.10.2006 sollte die Maßnahme abgeschlossen werden.
   
08.07.2006 Auf dem Gelände des abgerissenen Kindergartens „Anne Frank“ entstand ein Wohnheim für behinderte Menschen.
   
04.09.2006 Baubeginn für die Arbeiten zum 2. Abschnitt der Kanal- und Straßenbauarbeiten in der Reichenbacher Straße.
   
13.12.2006 Hermsdorf hatte ein Stück Geschichte wieder. Nach 13 Jahren eröffnete Dietrich Remme, der Sohn von „Remm‘s Fritze“ die traditionsreiche Gaststätte „Altenburger Hof“ in der Alten Regensburger Straße wieder.
   
15.02.2007 Grundsteinlegung für das neue Biomasseheizkraftwerk in Hermsdorf. Richtfest wurde am 19.07.2007 gefeiert.
   
21.02.2007 Abrissarbeiten eines Teiles der ehemaligen Berufsschule der Keramischen Werke, Teile der Schule blieben erhalten und wurden in den Neubau der Firma Siegert TFT integriert.
   
28.03.2007 Weitere Sanierung Reichenbacher Straße und Am Neuen Haus. Am 10.12.2008 erfolgte die Verkehrsfreigabe.
   
11.06.2007 Verlegung von Kanal und Trinkwasserleitung einschließlich des Straßenbaues in der Rodaer Straße.
   
29.06.2007 Abschluss des Umbaus der Regelschule mit einer Einweihungsfeier und Umbenennung in Regelschule „Am Hermsdorfer Kreuz“. Erst hier wurde bekannt, dass der alte Name „Werner Seelenbinder“ durch einen Lehrer und einen technischen Mitarbeiter „abgeschafft“ und die Werner Seelenbinder Büste zerschlagen wurde. Diese Namensablegung und Neuvergabe eines anderen Namen erfolgte ohne entsprechende Verfahrensregelungen. Es gab zahlreiche Proteste und Anfragen an das Schulamt und das Kultusministerium – Letztere ohne Rückantwort. Ein weiterer bitterer Nachgeschmack: eine HermsdorferMalerfirma blieb auf offenen Rechnungen sitzen, die zu deren Insolvenz beitrugen.
   
12.07.2007   Abbruch des ehemaliges Forschungsgebäude der KWH in der Robert-Friese-Straße 12.
   
21.11.2008 Der „Minikreisel“ Kreuzung Eisenberger Straße / Felsenkellerweg / Schulstraße wurde freigegeben. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 256.000 Euro. Der „Kreisverkehr“ besteht aus einem auf die Straße gemalten Kreis und ist für LKW viel zu klein.
   
14.02.2009 Umbau- und Sanierungsarbeiten erfolgten zurzeit im Sportlerheim. Die Sanitär- und Umkleideräume werden renoviert. Offensichtlich wird hier aber ein Pferd von hinten aufgezäumt, weil die notwendige Trockenlegung des Sportlerheimes erst "später" erfolgen soll.
   
April 2009 Die Bautätigkeit am ehemaligen Hermsdorfer Pionierhaus liefen in vollem Gange. Fast 12 Jahre dämmerte das Gebäude vor sich hin. Es entstand ein modernes Wohn- und Geschäftshaus.
   
Mai 2009 Das ehemalige Buswartehäuschen und jetzigen Domizil des Kultur- und Volkskunstvereins wurde saniert und einer Verschönerungskur unterzogen.
   
24.07.2009 Die Kegelhalle in der Werner-Seelenbinder-Sportstätte wurde umfassend saniert. Sie erhielt eine neue Mauer  im Eingangsbereich und ein neues Dach. Einweihung am 11.12.2009.
   
30.07.2009 Nach 18 Jahren und zahlreichen Umzügen erfolgte die offizielle Schlüsselübergabe für die Vereinsräume an den Verein für Regional- und Technikgeschichte. Einziger Wermutstropfen, die Abwendung vom ursprünglich geplanten Konzept und der Ausbau zur "Technischen Sammlung". Die Regionalgeschichte spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.
   
16.10.2009 Der Teilabschnitt der Schillerstraße, zwischen Heinrich-Heine-Straße und Waldgasse/Bergstraße wurde nach erfolgter Grundsanierung für den Verkehr wieder freigegeben.
   
Oktober 2009 Sanierung der 1.Grundschule (früher der sog. „Flachbau“). In dem fast 40 Jahre alten Gebäude wurden neue Fenster eingesetzt. Gleiches geschah auch am Holzlandgymnasium. In die ehemaligen Häuser Lauckner und Pionierhaus zogen nach umfangreichen Um- und Ausbauten die neuen Mieter ein.
   
März 2010 Seit Februar wurden zwischen Bad Klosterlausnitz und Hermsdorf die Starkstrom Freileitungen zurückgebaut. Mit der Verlegung ins Erdreich wurde die begonnene Modernisierung des Stromnetzes fortgesetzt.
   
20.05.2010 Beginn der Sanierung des Kindergarten „Pfiffikus“ (früher „Otto Worms“), Abschluss am 10.11.2010.
   
01.06.2010 Weitere grundhafte Sanierung der Schillerstraße, Verkehrsfreigabe März 2011.
   
03.09.2010 Erster Spatenstich für den Neubau einer Sporthalle der Regelschule „Am Hermsdorfer Kreuz“.
 
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