| Zum Riebeck-Konzern gehörten vier Brauereien:
- Der Stammsitz war die Leipziger
Bierbrauerei in Reudnitz Riebeck GmbH & Co. AG,
- die Brauerei in Gera, in
- Altenburg (Der VEB Riebeck-Brauerei Altenburg wurde 1948 aus der Altenburger Zweigniederlassung der Riebeck-Brauerei AG Leipzig gebildet. Später firmierte er als VEB Altenburger Brauerei. Seit Ende der siebziger Jahre gehörte die Brauerei zum VEB Getränkekombinat und wurde 1990 aufgelöst.) und
- Erfurt.
Die Brauereien in Altenburg und Riebeck
(bestehen heute nicht mehr) wurden am 16.04.1921 in den Riebeck-Konzern
eingegliedert. Die Erfurter Braustätte (heute
Braugold Brauerei) wurde bereits am 01.04.1904 zum Riebeck-Konzern zugeschlagen. Neben diesen vier
Braustätten war der Riebeck-Konzern an mehr als einem Dutzend weiteren
Brauereien beteiligt, so z.B. an der Vereinsbrauerei Greiz, der Aktienbrauerei
Magdeburg, Vereinigte Brauerei Meiningen, Bürgerliches Brauhaus Saalfeld,
Vereinsbrauerei Zwickau, Vereinsbrauerei Torgau, Vereinsbrauerei Apolda,
Bergbrauerei Riesa, Aktiebrauerei Greußen und andere, die Beteiligungen
lagen zwischen 40 % und 85 %. |
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Bekannt sind folgende Niederlagen der ehemaligen Riebeck Brauerei:
Sachsen: Freiberg, Geithain, Grimma, Nieder-Elsdorf, Regis-Breitingen, Rötha, Wurzen
Thüringen: Bad Tennstedt, Bleicherode, Ebeleben, Friedrichroda, Gotha, Hermsdorf, Bad
Langensalza, Neudietendorf, Niederwiera, Ronneburg, Sömmerda, Thal
Sachsen-Anhalt: Bitterfeld, Bretleben, Bad Düben, Eilenburg, Gräfenhainichen, Halle, Lützen, Merseburg, Mücheln, Sangerhausen, Weißenfels.
Es ist anzunehmen das dieses früher alle teilweise alte Braustätten waren, in der Niederlage Hermsdorf wurde aber nie Bier gebraut.
Auch in schweren Zeiten - über Kriege, Inflation und
Wirtschaftskrise hinweg - behauptete sich das Unternehmen am Markt. Im
2. Weltkrieg mehrfach von Bombenangriffen heimgesucht, ging die Produktion
dennoch weiter. 1946 als Großkonzern enteignet und dann - als VEB
Riebeck-Brauerei - verstaatlicht. Später (im Verbund mit weiteren
Brauereien) als VEB Sachsenbräu produzierend und ab 1968 als Stammbetrieb
des VEB Getränkekombinat Leipzig. Veraltete Produktionsanlagen und
schlechte Rohstoffqualitäten machten das Bier aus Reudnitz weder
zur Bückware noch zum Devisenersatz.
Chronik der Riebeck-Brauerei -Gera:
1862 gegründet
1870 Brauerei Kroetsch und Ehemann
1874 Baierische Dampfbierbrauerei Pforten
1920 Actienbrauerei Pforten bei Gera
1921 Altenburger Aktienbrauerei, Abt.Pforten
1938 Leipziger Bierbrauerei zu Reudnitz, Abt .Gera
1940 Riebeck Brauerei Gera
1948 Volkseigentum
1952 VEB Riebeck Brauerei Gera
1969 VEB Köstritzer Schwarzbierbrauerei Köstritz, Werk Gera
1984 schließt in Gera die Riebeck Brauerei endgültig. Fast
alle Gebäude wurden in den nach der Wende für den Bau der Süd-Ost-Tangente,
abgerissen. |
Im Jahr 1996 übernahm
die Riebeck Holding die Braugold Brauerei Riebeck in Erfurt. Zur Riebeck
Holding gehören die:
- Braugold Brauerei Riebeck GmbH & Co.KG, Erfurt
- Eisenacher Brauerei GmbH, Eisenach
- Wernesgrüner Brauerei AG, Wernesgrün
Der Bierausstoß
betrug im Jahr 1935 rund 900.000 Hektoliter. Die Riebeck-Brauereien
waren zur damaligen Zeit bereits sehr sozial eingestellt, was nicht selbstverständlich
war. So ist aus alten Bilanzen zu entnehmen, dass bereits in den
1930er Jahren Weihnachtsgeld gezahlt wurde. Durch Krieg und Sozialismus
wurde die Erfolgsgeschichte der Riebeck-Gruppe beendet, Nach dem Krieg
wurden alle Braustätten zu volkseigenen Kombinaten. Nach der Wende wurde
die Marke Riebeck wieder neu durch Herrn Aumer angemeldet und später
an Braugold Brauerei Riebeck GmbH & Co.KG, Erfurt verkauft. Er hatte auch gleichzeitig die ehemalige Geraer Braustätte
als Immobilie erworben, wo jedoch kein Bier mehr gebraut werden konnte.
Im Jahre 1990 wurde
Riebeck Premium Pilsener wieder eingeführt und wird heute durch die Braugold Brauerei vertrieben.
Aus der Geschichte der Niederlage Hermsdorf: |