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Eisenberger
Str. 20 heute:

Das Haus auf einem Briefkopf aus dem Jahr 1906.
Die Geschichte Haus Nr. 20 - Eisenberger Straße
- Geboren
1928 in Gera lebte Günter Staps als 5 jähriger (heute 75)
in Hermsdorf, Eisenberger Str. 20
- Großvater
war Hermann Staps, er führte seit 1895 im Haus ein Barbiergeschäft.
Mein Großvater war noch ein echter "Bader" der auch
noch Zähne gezogen hat. Neben einen Badehaus betrieb er seinen
Barbiersalon. Zu damaliger Zeit kostete einmal Rasieren 0,12 Pfennige,
rasieren kompl. 20 Pfennige. Dazu gehörde 2x einseifen dabei einmal
gegen den Strich einschl. Kommpressen und "scharf" nachwaschen.
Kenner wissen was ich meine. Wenn in der Badestube das Badewasser warm
war, mußte ein Lehrling mitden runden Becken durch den Ort laufen
und die Becker aneinander schlagen zum Zeichen "das Wasser ist
warm". Dann wurden die Becken vor das Geschäft sprich "Badestube
gehängt" solange warmes Wasser da war. Beim Feierabend wurden
dann die Becken abgehängt. Auch heute wird diese Überlieferung
von vielen Friseuren noch vollzogen ohne die wahren Grund zu wissen.
Als 12jähriger mußte ich damals im
elterlich Geschäft schon helfen. Es gab immer etwas zu tun. Von
Einseifen bis Haare zusammenfegen.
Putzen , Servietten zusammenlegen, Servietten waschen und viele andere
Kleinigkeiten. Inzwischen bin über
75 Jahre alt und noch heute denke ich an meine Perückenarbeiten,
Herstellung von Zöpfen. Erschaffen von historischen Frisuren, Puppenperücken
und die vielen Nebenarbeiten mit Tressierrahmen, Kartätsche, Hechel
und so weiter.
- 1928 erfolgte
Geschäftsübergabe dann an Sohn Walter Staps, den Vater von
Günter, Walter Staps schröpfte noch und war auch als Trichinebeschauer
berufen
- Mutter
von Günter ist eine geborene Kaiser, die Tante von Wolfgang Kaiser
Schillerstr. (ehemals Gastwirt der Kohlrabischenke in der Kleingartenanlage
Schillerstraße
- Vater von
Wolfgang hatte ein Schuhgeschäft und Schuhmacherei in Bad Klosterlausnitz
am Markt (Neben Friedrichshof), dort befindet sich heute ein Buchladen
- Onkel Fritz
Kaiser hatte in der damaligen Bahnhofsstraße (Bahnhofsberg) einen
Verkaufswagen (Kiosk) und verkaufte dort Bonbon u.a. Familie
Staps verzog 1932 von Hermsdorf nach Apolda, dort bis 1961 Friseurgeschäft
- Günter
Staps legte als jüngster Meister 1949 (21 Jahre) seine Meisterprüfung
ab und hatte bis 1957 in Halle/Saale 3 Friseurgeschäfte. Dozierte
als Fachdozent an der Volkshochschulen Apolda, Weimar und Halle.
- 1950 schrieb
er das Fachbuch "Chemie für den Friseur"
(Neuauflage 2002)
- Ehefrau
Helga Staps (72 Jahre) führt noch heute den Friseursalon in der
Medienstadt Hürth bei Köln.
- Seit 1999
hat Günter den "Goldenen Meisterbrief“
- Günter
Staps erinnert sich noch gut an das Hochwasser 1932 mit den Schäden
an der Bockmühle und umgestürzte Lok bei Schleifreisen
- nach 1932
wurde der Friseurladen Eisenberger Str. 20, durch Karl Müller fortgeführt,
der gleichzeitig Fleischbeschauer in Hermsdorf und Umgebung war
- ihm folgte
als Eigentümer mit Praxis im I. Stock- Zahnarzt Willi Schröder
- heute Zahnärzte
Dr. Klaus u. Jörg Schröder
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