Es
begann mit einer Einladung.
die da kam ins Haus.
und wenn ich es so betrachte.
sah sie nach Müh' und Liebe aus. Nun,
der Anlass war ein netter -
Schultreffen sollte sein,
und mit lieben Worten
lud man alle „Schüler” ein.
Jahrgang 1950
hatte das Bedürfnis.
sich nach Jahren einmal wieder zuseh'n,
da konnte man sich nur entscheiden,
auch mit hinzugeh'n.
Ja, so war
der Anfang,
aber das ist nur die halbe Wahrheit;
denn schon lange wurde vorbereitet
und geopfert manche Zeit.
Jemand hatte
den Gedanken,
und schon nahm Gestalt er an,
denn es sollt' auch jeder kommen,
der nur irgend kann.
Die Maschine
kam ins Rollen
wie ne' große Detektei,
da man schließlich wissen musste.
wo der Eine oder Andre hingezogen sei.
Viele Adressen
aus fremden Städten
hat man auch heraus bekommen.
Aber hier in Hermsdorf-
sind sicher einige Briete gar nicht angekommen.
Nur an der
Post liegt es nicht immer.
in diesem Fall lag's an den Menschen selbst -
und das ist weitaus schlimmer.
Nun endlich
war der große Tag
und das Wiederseh'n.
Pünktlich um 11.00 Uhr,
sollten alle am „Cafe Rühling” steh'n.
Hier gab's
das erste Rätselraten,
wer die Einzelnen wohl warn,
denn man hatte sich verändert,
in den vergang'nen Jahr'n.
Kleine Mädchen
waren jetzt plötzlich „Damen”
und komisch, die hatten auch andere Namen.
Es wurde gefragt wie's geht,
wieviel Kinder man habe.
Und was nun
geworden war,
aus dem Knabe.
Sehr schnell gab es ein herzliches Versteh'n
und große Freude über's Wiederseh'n.
Dann
gab es vom Rost,
echte „Holzländer” Bratwurst
und zwei, drei Biere,
für den ersten Durst.
Das war die
erste Etappe
und nun gebt acht!
Aufbruch — denn wir wollten ja sehen,
was unsere alte Schule macht.
Wieso „alte
Schule”,
wie sich das bloß anhört,
wenige Tage vor Kriegsende
wurde sie durch amerikanische Bomben zerstört.
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1949 war
sie wieder aufgebaut,
und wurde uns und anderen Kindern anvertraut.
Sie erhielt den Namen „Friedensschule” und das war gut,
denn sie sollte Erinnerung sein, an sinnlose Zerstörungswut.
An der Schule
angekommen,
wurde schnell vor der Haustür Aufstellung genommen.
Ein Foto zur Erinnerung sollte schon sein.
Bitte recht freundlich - wir geh'n gleich hinein.
Dann haben
wir uns im Inneren der Schule umgeseh'n,
ein eigenartiges Gefühl
plötzlich wieder in einer Klasse zu steh'n.
Ein junger
Lehrer, hatte die Führung übernommen,
und so sind wir zu einer Reihe Informationen über die heutige Schule gekommen.
Wir konnten „Fachraume” für Physik, Biologie und Werken seh'n.
Sie waren gut ausgestattet, ob unsere Kinder das schon versteh'n?
Wir sind damals
in der Pause, schnell zum Hausmeister gerannt,
ein ausgestopftes Tier, eine Landkarte geholt -- soweit nicht verbrannt.
Es hat sich viel verändert in diesen Tagen,
nicht nur die Zeit - die Gesellschaft hat dazu beigetragen.
Die Gedanken
gehen zurück, zu unserer Zeit - auf dem Schulhof an die Suppenkübel gerannt,
“Schulspeisung" wurde das damals genannt.
Heute werden Schülergaststätten errichtet,
wir haben doch auf eine ganze Menge verzichtet.
Trotzdem sind
wir alle etwas geworden,
und stehen mitten im Leben,
weil wir immer der Zukunft
unsere Hoffnung geben.
Nicht alle
können das Entstandene mehr seh'n,
sie mussten zu früh von unserer Seite geh'n.
An ihrer letzten Ruhestätte,
in stillem Gedenken,
konnten wir leider nur,
ein paar Blumen schenken.
Die nun von
Ferne gekommen waren,
wollten auch etwas über Hermsdorf erfahren.
Harro, gab
einen kurzen Abriss,
von der Geschichte der ganzen Stadt;
und was sich so alles,
bei uns verändert hat.
In Richtung
Bad Klosterlausnitz
war der Wald stark gelichtet,
da hatte man Neubauten
in großer Anzahl errichtet.
Wohnungen,
Schulen und
eine Einkaufshalle konnte man seh'n,
Ambulatorium, Sparkasse und
Post sollten noch entsteh'n.
Eine neue
Gaststätte „Holzlandperle”
steht zu unserer Linken;
dort geh'n wir jetzt hin, um Kaffee zu trinken.
Der Tag klang
dann aus,
in fröhlicher Runde.
Es wurde getanzt und gelacht ,
bis zur Morgenstunde.
Die das alles
vorbereitet,
mit viel Liebe, Rangen und Zagen;
diesen lieben Schulkameraden,
wollte ich hiermit ein Dankeschön sagen.
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