Satire / Humor damals und heute

 
Offensichtlich haben unserer Vorfahren die gleichen Probleme mit ihren Politikern und im Alltag wir wir heute, dies zeigt der Humor in folgender Werbung, dort wird zwar für Freiöl geworben, aber viel durch "die Blume gesagt".
Aus der Zeitung "Landbund" 1933
Man tut als Bürger seine Pflicht
und wählt, ob richtig, weiß man nicht.
Auch wählt man manchmal sich ein Los,
das schließlich eine Niete bloß.
Selbst diese Wahl bleibt fraglich oft,
es kommt nicht immer wie man hofft.
Doch richtig wählt man ganz bestimmt,
wenn man statt Standard Treiböl nimmt!
Ein Bürger posaunte durch die Gemeinde:

"Die Häfte des Gemeinderates sind Deppen!"


Er wird daraufhin gerichtlich verurteilt, sich schriftlich in der Öffentlichkeit zu entschuldigen. Einige Tage später war dann in der Zeitung zu lesen:

"Öffentliche Entschuldigung! Nunmehr habe ich festgestellt, dass die Hälfte des Gemeinderates doch keine Deppen sind!"
Überliefert von Werner Peuckert
Die technischen Möglichkeiten sind heute weit größer als zu Großvaters Zeiten, die Probleme aber gleich.
ohne Worte
Hier wird mit den Möglichkeiten des Computers
ein Sprichwort umgesetzt:
"Lügen haben kurze Beine!"
 

Schon immer hat das Volk über seine "Herrscher" Witze gemacht. Je nach Regierungsformen wurden diese unterschiedlich aufgenommen. Im Mittelalter gehörte es zum guten Ton eines Herrschers einen "Narr" zu haben, der den Spiegel vorhielt. Ging es dem Herrscher zu weit, wurde der Narr gehängt. In geänderter Form erging es Witzetreibern in der Folge. Zu DDR Zeiten konnte ein Witz schon einiges "einbringen". Trotzdem wurden immer Witze gemacht.
Nach der Wiedervereinigung war hier eine völlig neue Zeit angebrochen. Jeder konnte ohne Probleme über jeden Witze reißen. Dafür haben sich die Zeiten aber so geändert, dass die "feinen Volkswitze" am aussterben sind. Der Humor ist oft zum Kommerz verkommen und nimmt mitunter geschmacklose Formen an.

Dieser Witz wurde schon im Dritten Reich über Hindenburg erzählt, der als altersschwacher Reichspräsident Hitler zum Reichskanzler machte.
Die Witzeerzähler änderten in den Epochen einfach die Namen der Politiker.
  Walter Ulbricht besucht mit einer Gruppe hochrangiger Genossen einen DDR-Kindergarten. Da er nicht gut frei sprechen kann und auch mit dem Ablesen Probleme hat, sagt ihm einer ins Ohr, was er jeweils zu wiederholen hat.
Geflüstert: "Liebe Kinder..." Ulbricht: "Liebe Kinder!"Geflüstert: "Wir haben Euch viele schöne Sachen mitgebracht..."Ulbricht: "Wir haben Euch viele schöne Sachen mitgebracht!"Geflüstert: "Puppen und Teddybären..."Ulbricht: "Puppen und Teddybären!"Geflüstert: "Autos und Baukästen..."Ulbricht: "Autos und Baukästen!"Geflüstert: "Bälle..."Ulbricht: "Was???"Lauter geflüstert: "BÄLLE!!!"
Ulbricht: "Wau, wau, wau."
     
Schaut man sich die Ordenträger zu DDR Zeiten oder auch heute an, dann ......   Hermann Göhring - bekannt für seine Vorliebe sich mit Orden zu schmücken - erhielt zu einem Fest unter anderen Besuch von einer Schalmeienkapelle. Als diese eine Pause machten lehnte, der Schallmeienbaumspieler sein Instrument ungeschickt an die Wand, so dass es, laut scheppernd, die Treppe herunterstürzte. Darauf ertönte aus der Küche die Stimme seiner Frau:
"Hermann .... ist dir was passiert?!"
     
Es gibt Unmengen an politischen Witzen aus und über die DDR Zeit, im Internet tauchen immer mehr auf. Es gab aber auch besinnliche Witze, die den Zusammenhalt der Menschen in der DDR zum Ausdruck brachten, wie diesen Beispiel zeigen soll.
  Im Zug von Dresden nach Erfurt sitzt ein 98 Jahre alter Opa. Auf einer der folgenden Haltestellen steigt eine Gruppe Jugendlicher zu und fangen mit Opa ein Gespräch an. Sie fragen Ihn, wie alt er sei, er antwortet 98. Drauf drücken die Jugendlichen ihre Achtung aus und fragen weiter, wo er hin wolle.
Opa antwortet: "Zum Klassentreffen." "Toll," sagen die Jugendlichen "98 und noch zum Klassentreffen! Wieviele kommen da denn noch?" Darauf anwortet der Opa: "Ich bin der LETZTE"
     
Schon immer sehr beliebt waren Witze über "Vergleiche" zwischen Ländern, bzw. Politikern.
Hier ein neueres Beispiel.
  Bush, Putin und Schröder spielen Golf. Aus heiterem Himmel erscheint ihnen Gott und verkündet den drei Staatsoberhäuptern, sie sollen zu ihren Völkern gehen und verkünden,
dass in 10 Tagen die Welt untergehen wird.
Bush fliegt nach Amerika und lässt seinem Volk ausrichten:
"Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Es gibt Gott. Die schlechte Nachricht: In 10 Tagen wird die Welt untergehen."
Putin verkündet bei einer Pressekonferenz:
"Ich habe zwei schlechte Nachrichten. Erstens: Es gibt Gott. Zweitens: Die Welt wird in 10 Tagen untergehen."
Schröder verkündet in einer Fernsehansprache:
"Ich habe zwei gute Nachrichten: Erstens: Es gibt Gott. Und zweitens: Ich werde bis zum Ende der Welt Euer Kanzler sein."
     
Und hier ein letztes aus der DDR Zeit:   Erich Honecker bekommt die Meldung, dass das Kombinat Keramische Werke Hermsdorf ein neues Gerät entwickelt habe. Dieses Gerät ermöglicht es beim Überflug über ein Land zu messen, wie viel Prozent der Bevölkerung fremd gehen. Er ist sofort begeistert, lässt sein Regierungsflugzeug bereitstellen und fliegt nach Polen, holt dort den Parteichef ab und fliegt weiter nach Moskau. Dort wird beschlossen, das Gerät sofort zu testen. Damit aber jedes Land die gleiche Chance erhält, wird ausgemacht, das über jedem Land ein Rundflug von drei Stunden erfolgt und drei Stunden gemessen wird. Nach dem Rundflug über der Sowjetunion werden 19,8 % gemessen. Es geht weiter nach Polen, dort wird nach drei Stunden 21,8 % gemessen. Es geht weiter über die DDR. Der Pilot meldet: „Wir sind über der DDR, das Gerät kann eingeschaltet werden.“ Sofort zeigt es 3,7 % an. Erich Honecker jubelt und ruft aus die DDR habe gewonnen. Die beiden anderen protestieren und verlangen, das man sich an die Vereinbarung hält und drei Stunden fliegt. Die drei Stunden werden für Erich zur Ewigkeit, dann ist es geschafft und am Ergebnis von 3,7% hat sich nichts geändert. In Berlin wird gelandet um zu feiern. Beschwingt sucht Erich noch seinen Piloten auf und fragt, ob es bei dem Flug Schwierigkeiten oder Probleme gab. Der Pilot antwortet:
„Schwierigkeiten gab es keine, es war aber ein Problem drei Stunden nur über der Pionierrepublik zu fliegen.“