Firma Günter Plötner
Holzgeländer - Zäune - Schafraufen - Schafstalleinrichtungen
 

Die Firma Plötner war eine alteingesessene Firma, welche bereits seit Generationen bestand.

Der Holzwarenhändler Wilhelm Traugott Plötner aus Hermsdorf kaufte 1881 vom Zimmermeister Friedrich Traugott Beyer aus Hermsdorf das Haus welches heute noch Firmensitz ist. Wilhelm Traugott Beyer handelte mit Leitern und diversen Holzwaren. Im März1891 verkaufte er das Anwesen an seinen Sohn Friedrich Traugott Plötner, der ebenfalls als Holzwarenhändler die Holzhandlung seines Vaters weiterführte.

Traugott Plötner fuhr im Frühjahr mit Pferd und Wagen über die alte Regensburger Handelsstraße bis nach Hannover, wo er ein Lager hatte. Von dort aus fuhr über Land bis Hamburg und verkaufte seine Ware. Im Herbst kehrte er mit Fisch beladen wieder heim, um während des Winters bei den einheimischen Leitermachern neue Ware aufzukaufen. Sohn Alfred Plötner erlernte in Hermsdorf den Beruf eines Leitermacher bei der ehemaligen Firma Richard Gräfe in der Bergstraße.

Im März 1932 übernahm Alfred Plötner die Firma seines Vaters und begann neben dem Holzhandel mit der Produktion von Leitern und Holzwaren. Außerdem betrieb er den Handel mit Kohlen.
Bei Ausbruch des 2.Weltkrieges waren 10 Mitarbeiter in der Firma beschäftigt.

Sohn Günter Plötner erlernte ab 1946 im elterlichen Betrieb den Beruf als Leitermacher. Im Betrieb wurden zunächst Grubenfahrten für den Kali- und Erzbergbau in der ehemaligen DDR hergestellt.
Später wurde als Hauptproduktion die Herstellung von Schafraufen und Hürden für die ehemaligen LPG und volkseigenen Güter begonnen.

In der DDR blieb der Familienbetrieb weiter selbständig, war aber Mitglied der Genossenschaft der Thüringer Leitermacher. Über diese Genossenschaft konnte nur die Werkstoffe bezogen und die fertigen Waren verkauft werden.

Nach der Wende gab es zunächst große Schwierigkeiten, da ein neuer Kundenkreis aufgebaut werden musste. Heute werden Schafstalleinrichtungen an die Schäfereien in der gesamtem BRD geliefert.

Ferner werden neben Zäunen Holzbalkongeländer angefertigt und montiert.

Im Januar 2000 hat Günter Plötner den Betrieb, den 1976 von seinen Vater Alfred Plötner übernommen hatte, an seinen Schwiegersohn Thomas Philipp übergeben. Anfang 2011 musste er den Betrieb schließen.