| Ausgestorbener Beruf in Hermsdorf - Schindelmacher | ||
| Der
Mensch mußte sich immer schon Materialien, die er zum Bau seiner
Behausungen benötigte, vor Ort suchen, bzw. bearbeiten. Lange Transportwege
waren in der Frühzeit und im Altertum nur exklusiven und wertvollen
Handelsgütern wie Gewürzen vorbehalten. Das wichtigste Baumaterial
für den Menschen war immer das, womit er sich "ein Dach über
dem Kopfe" schaffen konnte. Die natürlich vorkommenden Materialien
waren je nach Region -Stein und Schiefer, -Stroh und Schilf, -Lehm (daraus
später Ziegel), und weltweit am meisten vorkommend natürlich
Holz. Aus Holz wurden Spaltbretter zur Dachdeckung hergestellt, je nach
den Eigenschaften der zur Verfügung stehenden Holzarten länger
oder kürzer, dicker oder dünner.
Bedeutungsvoll in
früherer Zeit war auch in Hermsdorf die Herstellung von (Dach-)
Schindeln. Dieses Handwerk ist bei uns vollkommen ausgestorbenen. Um
1800 und Jahrzehnte davor waren die vorhandenen Häuser mit Holzschindeln
gedeckt. Die Schindeln, die
in Hermsdorf verarbeitet wurden, waren einfach und billig. Sicher konnten
sich die Häuserbauer damals keinen größeren Luxus leisten.
Im Prinzip sind die Dachschindeln weiter nichts als "Bretter",
die bis auf Ausnahmen auch nicht geschitten (gesägt), sondern gespalten
wurden. |
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| 1937 wurde auf die damalige Raststätte "Teufeltal" - neben der Teufelstalbrücke an der A4 (Nordseite) dieses Ratshaus gebaut. Die gesamte Konstruktion war aus Holz und für das Dach wurden Holzschindeln verwendet. Dies erfolgte, um die alte Tradition zu zeigen. Nach dem Krieg rekonstruiert, wurde das Dach dann mit Schiefer gedeckt. Nach der Wende wurde dies schöne Bauwerk abgerissen und musste einer neuen Raststätte "moderner" Bauart weichen. Das Foto oben zeigt die Raststätte "Teufelstal" in den 1930-er Jahren - noch mit Holzschindeln gedeckt. | ||