Fremd- und Zwangsarbeiter - Einleitung |
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| 1. Anzahl der (bekannten) Fremd- und Zwangsarbeiter in Hermsdorf 2. In Hermsdorf ums Leben gekommene Fremd- und Zwangsarbeiter einschließlich deren Kinder. 3. Gräber und Gedenkstätten 4. Die ehemaligen Lager für Fremd- und Zwangsarbeiter in Hermsdorf. |
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Bedingt durch die Einberufung zur Wehrmacht kam es im 2. Weltkrieg zu einem immer größer werdenden Arbeitskräftemangel. Es musste daher - insbesondere für die Betriebe der Rüstungsindustrie - eine Lösung gefunden werden. Viele deutsche Arbeitskräfte wurden aus anderen Betrieben in Betriebe der Rüstung dienstverpflichtet. Doch auch diese Maßnahmen stießen bald auf ihre Grenzen.
Im weiteren Verlauf wurden arbeitsfähige Männer und Frauen aus den besetzten Gebieten aus ihrer Heimat verschleppt und als Zwangsarbeiter in Industrie und Landwirtschaft eingesetzt. Einige der Zwangsarbeiter waren auch Kriegsgefangene. Die Nazipropaganda versuchte gegenüber der Bevölkerung und dem Ausland die wahre Lage der Zwangsarbeiter zu vertuschen und einen Anschein von Humanität und Gerechtigkeit zu erwecken. Tatsächlich waren die Arbeits- und Lebensbedingungen sehr schlecht und viele verstarben an deren Folgen. |
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1. Anzahl der (bekannten) Fremd- und Zwangsarbeiter in Hermsdorf |
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2. In Hermsdorf ums Leben gekommene Fremd- und Zwangsarbeiter einschließlich deren Kinder. |
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| Fünf der Verstorbenen wurden unter Aufsicht französischer, belgischer und russischer Offiziere ausgegraben und abtransportiert. Zwölf wurden am 07.01.1948 nach Stadtroda auf eine zentrale Gedenkstätte umgebettet. Die restlichen blieben auf dem Friedhof Hermsdorf. Nach der gesetzlichen Grundlage in der DDR waren diese Gräber zu erhalten und auf Kosten der Städte und Gemeinden zu pflegen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
3. Gräber und Gedenkstätten |
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| Entgegen dieser gesetzlichen Regelungen wurden alle Gräber auf Veranlassung des damailigen Pfarrers durch Arbeiter der LPG Hermsdorf eingeebnet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Im Jahr 2007 hatten wir an den Stadtrat von Hermsdorf einen Vorschlag eingereicht (siehe Dokumendation Sterbefälle oben) um eine zentrale Gedenkstätte für alle Opfer der Kriege und von staatlicher Gewalt zu schaffen. Dem Vorschlag stimmte der Stadtrat zu. Verwirklicht wurde auf Geheiß des Bürgermeisters dann nur eine Gedenkstätte. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Notwendige Bemerkungen zu obigen Ausführungen: 1. Unter den Verstorbenen waren auch Fremdarbeiter, es ist also falsch nur von Zwangsarbeitern zu sprechen. 2. Ob sich Herr Pfarrer i.R. Schlegel nicht mehr daran erinnert, dass die Gräber Mitte der 1960er Jahre auf Veranlassung des damaligen Pfarrers und entgegen gesetzlicher Bestimmungen eingeebnet wurden? 3. Es waren 1823, die Gesamtzahlen siehe oben. 4. Falsche Zahl, es sind 33 verstorbene Kinder, siehe Akte Stadtarchiv und Aufstellung Sterbefälle. 5. Offensichtlich haben sich Herr Pfarrer i. R Schlegel und der Bürgermeister weder abgesprochen, noch exakt mit der Materie befaßt. Die Opferzahlen sind, nicht zuletzt durch die genaue Buchführung der Lager, exakt bekannt. |
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| Die Gedenkstelle liegt etwa 40 Meter von der Stelle entfernt, wo sich die Grabstätten der Fremd- und Zwangsarbeiter befinden. Eigentlich hätte diese auf die Grabstätten gehört. |
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4. Die ehemaligen Lager für Fremd- und Zwangsarbeiter in Hermsdorf. |
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Ostlager (Oberndorfer Weg) |
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Z - Lager (Ziegeleiweg) |
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Männerlager in der HESCHO |
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Baracke in der heutigen Friedenssiedlung (in der DDR Heyers Bierstuben) |
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Baracke Holzbau Fa. Geißler (Rodaer Straße) |
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Baracke (Körner Straße heute Heinrich-Heine-Straße = Kohlrabischenke). |
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| Lager in der ehemaligen Firma Röntgen Patzer Ursprünglich auch für Zwangsarbeiter geplant wurde es nie als solches genutzt, sondern diente anderen Zwecken. |
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Die Baracken der Hermsdorfer Lager wurden alle von der Fa. Holzbau Geißler geliefert, die solche für die Wehrmacht (Unterkünfte, Arbeitsdienste, Lazarette usw.) herstellte. Nach der Befreiung ließen die Zwangsarbeiter denen, die sie gepeinigt und erniedrigt hatten, dies durch Plünderung und anderes spüren. Ein eigener Landsmann, der als Dolmetscher fungiert hatte und die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hatte, wurde erschlagen und verscharrt. |
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