| Dr. med. Hironoski Adrian |
* 27.12.1859
Nagasaki / Japan
† 25.02.1944 Hermsdorf |
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Foto
der Gartenstraße mit der Gärtnerei Bauer und dem Wohnhaus Gartenstraße
von Dr. Adrian.
Die Aufnahme entstand vom Gelände der ehemaligen Gärtnerei. Links oben am Bildrand das
Fachwerkgebäude ist die Scheune des Sattlers Mai am Rathausplatz. Rechts am Rand
das erste Haus in der Lessingstraße. |
| Der Vater von Hironoski Adrian war belgischer Konsul in Japan. Die Mutter Japanerin
aus Nagasaki. Dort wurde Dr. Hironoski Adrian geboren, bevor die Familie nach Deutschland kam. Hironoski kam als Kind nach Deutschland. Er soll in einem Internat gewesen sein. Im Jahr 1876 besuchte Horonoski Adrian das Königliche Gymnasium in Wiesbaden. Es schloss sich dann ein Medizinstudium an den Universitäten:
- Tübingen (Sommersemester 1883 bis Sommersemester 1884 er wohnte in der Grabenstr. 31)
- Marburg (Wintersemester 1884/85 bis Sommersemester 1886 er wohnte in der Ketzerbachstr. 61)
- Berlin (Wintersemester 1886/87 an, er wohnte zu dieser Zeit in der Albrechtstraße 2 später Ketzerbachstr. 61).
Es war üblich in
solchen Fällen, das die Auswanderer aus Japan ein Mandelbäumchen mit auf den Weg
bekamen. Dieses Bäumchen sollte sie an die Heimat erinnern und war als
Glücksbringer gedacht. Der Mandelbaum existiert noch und steht in der
August-Bebel-Straße.
Im Jahr 1890 heiratete er in Berlin die Louise Ottilie Clara Hedwig Klickermann. Danach kam er nach Hermsdorf.
Dr. Adrian war der erste niedergelassene Arzt in Hermsdorf. Seine Praxis und Wohnung befand sich in der Gartenstraße
5.
Seine Heimat sah er nie
wieder.
Als praktischer Arzt war er der Hausarzt vieler Hermsdorfer. Bekannt war
er durch seine Verschreibungen des Schröpfens,
die durch den Friseurmeister Vetter ausgeführt wurden. Diese Behandlung
verschrieb er bis zum Schluss.
Er gehörte auch zu den ersten Hermsdorfern, die ein Telefonanschluss
hatten, laut den Adressbüchern von 1912, 1925 und 1928 hatte er die
Nummer 8 laut 1939 die Nummer 208. |
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Dr.
med. Hironoski Adrian mit Gattin auf der Loreley am Rhein |

Dienstwagen
von Dr. med. Hironoski Adrian |
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Dr.
med. Hironoski Adrian mit Gattin auf seinem Dreirad.
Das Kennzeichen SA - 376 steht für Sachsen Altenburg, zu dem Hermsdorf bis 1920 gehörte. |
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Laut
einem Tagebuch des Otto Steingrüber behandelte Dr. Adrian in den
Jahren 1907 bis 1920 solche Krankheiten in der Familie, wie:
- Keuchhusten
- Hautkrankheiten
- Mandelnentzündung
- Geschwüre
- Lungen- und Rippenfellentzündung
- Masern
- Gerstenkorn
- Schlaganfall
- Gelenkrheumatismus
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| Dr. Adrian setzte sich auch für das Moorbad in Klosterlausnitz ein. Seiner Fürsprache war es zu verdanken, dass das Moorbad 1931 von Hermann Sachse an die Gemeinde überging, die Grundlage zur weiteren Entwicklung. |
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08.03.1932 Gemeinderatssitzung in Klosterlausnitz, anlässlich der Übergabe des Moorbades von Hermann Sachse an die Gemeinde.
Bekannt sind nachfolgende Personen. Hinweise an den Verein oder klosterlausnitz (at) t-online.de |
01 = Friedrich Louis Klaus - Leitern- und Gerüstfabrik - Hermsdorf, Bergstraße 23
02 = Apotheker Friedrich Troitsch - Klosterlausnitz, Geraer Str. 24
03 = Dr. Körner, Ambulanz
04 = Dr. med. Hironoski Adrian, Niedergelassener Arzt - Hermsdorf, Gartenstraße
05 = Hugo Hammer, Lehrer - Klosterlausnitz, Luststr. 5
06 = Prof. Dr. Heinrich Kionka (•16.07.1868 † 1941) - Universität Jena
07 = Hermann Sachse Gärtnerei und Obstweinschenke, - Klosterlausnitz, Gartenstr. 6
08 = Ernst Horn Bürgermeister - Klosterlausnitz, Klosterstraße 2
09 = Dr. Herfurt - Kreisrat des Kreises Stadtroda
10 =
11 = Dr. Wilhelm Schuster Hermsdorf, Niedergelassener Arzt - Hermsdorf, Bahnhofstr. 24
12 = Dr. Hellmuth Schreiter – Praktischer Arzt – Klosterlausnitz, Klosterstr. 5
13 = Werner Rothe - Bademeister - Klosterlausnitz, Markt 4
14 =
15 =
16 = Kurt Lüdke – Redakteur „Holzländer“ - Klosterlausnitz, Hermann-Sachse-Str. 16
17 = Karl Vetter – Verlagsleiter „Bote für den Westkreis“ – Jenaische Str. 15
18 =
19 = Kurt Weise –
20 = Franz Peter – Holzhändler / Gemeinderat – Klosterlausnitz, Eisenberger Str. 31
21 =
22 = Paul Schütze – Landwirt – Klosterlausnitz, Weißenborner Str. 6
23 = Karl Claus – Treppenleiterfabrikant – Klosterlausnitz, Jenaische Str. 4
24 = ? Prüfer „Rösig“
25 = Max Kraft – Lagerhalter – Klosterlausnitz, Rathausstr. 4a
26 = Otto Schlupper – Bahnbeamter - Klosterlausnitz, Neue Str. 34
27 = Hermann Rühl – Maurer – Klosterlausnitz, Geraer Str. 28
28 = Schwester Martha
29 =
30 = Willy Hemman – Oberlehrer - Klosterlausnitz, Luststr. 7
31 =
32 = Reinhold Fuchs – Direktor Volksbank - Klosterlausnitz, Bahnhofstr. 21
33 =
34 =
35 = ? Hutzelmann (vermutlich: Kurt – Bierverleger - Klosterlausnitz, Bahnhofstr. 25)
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40 =
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| Die Zerstörung seiner Heimatstadt
(Atombombenabwürfe auf Hiroshima am 06.08.1945 und Nagasaki am 09.08.1945)
musste Dr. Adrian nicht mehr erleben, er verstarb im Alter von 85 Jahren
1944 in Hermsdorf. |
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