Die alte Mühle lag am rechten Bachufer im sogenannten Loche an der Bergstraße. Der jetzige Besitzer des Grundstückes ist Ernst Schilling.
Ins Gemeindebuch hat Johann Heinrich Remme folgendes vom Neubau der Mühle geschrieben:
Eine Nachricht von der Hermsdorfer Mühle, wie sie vom Meister Johann Michael Poser aus Eineborn ist erbaut worden.
Erstlich hat er bei der Gemeinde Ansuchung getan, wie sich die Mühle also auf Nachbar Johann Christoph Wittigs Wiese also schickte, war im Jahre 1787. Danach hat er bei der fürstlichen
Kammer Ansuchung getan und gleich dies Jahr von der fürstlichen Kammer resolvieret und die Konzession erhalten. Danach hat Johann Michael Poser mit seinen 3 Söhnen daran gearbeitet.
Im Jahre 1788 wurde das Wohnhaus aufgerichtet. Nach diesem sind mehrere Mitnachtbarn an dem Mühlgraben sehr hinderlich gewesen.
Das Mühlwerk ist am 20. Dezember 1789 das erste Mal angelassen worden. Nachmittags ein halb fünf Uhr hat Johann Heinrich Voegel junior, wohnhaft neben dem Darrhause, das erste Viertel Zorn aufgeschüttet, es war am 20. Dezember 1789.
Mündliche Überlieferung: Das Mühlwasser wurde in drei am Reichenbacher Wege gelegenen Teichen
- Kuhteich,
- Kirchenvaters- und
- Bäckersteich
gesammelt.
Das Wehr lag in der Nähe des Pfarrteiches. Erst vor einigen Jahren wurden Mauerreste davon durch den Arbeitsdienst entfernt.
Der Weg unterhalb des Friedhofes zum neuen Bad führt über den zugeschütteten Mühlgraben.
Im Jahre [24.02.] 1872 brannten Scheune, Schuppen und das Schneidewerk ab. Da auch das Mahlwerk stark beschädigt war, hat der letzte Müller Friedrich Beyer die Mühle nicht wieder aufgebaut.
Beim Bauen der Wasserleitung auf dem Friedhof stießen Arbeiter auf eine Mühlwelle. Ob schon eine alte Mühle zwischen Gruners und dem Friedhof gestanden haben mag?
Die obenerwähnten drei Teiche sind leider eingegangen und in Wiesen umgewandelt worden.
Zwei Berichte aus dem Gemeindebuch: Veit Schlegel hat von Johann Christoph Opel einen Teich, den sogenannten Kuhteich, gekauft für 100 Gulden anno 1792.
Johann Heinrich Remme hat an dem Reichenbacher Wege auf seinem Gelände neben Veit Schlegels Teiche auch einen Teich angelegt im Jahre 1792.
Anmerkung: Auch das Wohnhaus ist bis auf ein kleines starkbalkiges Fachwerkstück mit zwei altertümlichen zehnscheibigen Fenstern abgetragen worden. |