| Gerhard Förster und die "Singenden Holzländer" früher "Fröhlichen Holzländer" |
Artikel aus dem AA
" Am Sonntag" vom 18.11.2001 Im 7.Jahr treffen sich 12 verschiedene Kulturgruppen, die jeweils 10 Minuten für musikalischen Hochgenuss sorgen. Das kommt nicht von ungefähr: Vor sieben Jahren ließ sich Gerhard Förster, langjähriger künstlerischer Leiter im Kulturhaus Keramische Werke Hermsdorf und Lehrer an der Kreismusikschule, Begründer des Kinder und Jugendensembles, "Fröhlicher Holzländer" [Bemerkung: heute in kleinerer Besetzung "Singende Holzländer"], musikalischer Leiter des Reichenbacher Männerchores, kurzum, Musiker und Kulturinszenierer mit Leib und Seele, dazu überreden, ein Weihnachtskonzert in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle Hermsdorf auf die Bühne zu stellen. Gerhard Förster: "Ich mache es mal, sagte ich damals. Das war 1995. Ohne so genau
zu wissen, was da auf mich zukommt. Es sollte nach meinen Vorstellungen
nicht einfach ein Nummernprogramm ablaufen, wo man die Repertoires der
beteiligten Gruppen einsammelt und sie weihnachtsgemäß aneinander
reiht. Dazu saß mir der Der Erfolg belohnt solche Mühen. Neben Maibaumsetzen und Straßenfest gehören die Weihnachtskonzerte inzwischen zu den gefragtesten Veranstaltungen der Stadt. Gerhard Förster: "Die diesbezüglich nicht so zugänglichen Holzländer
nehmen die Weihnachtskonzerte an. Trotz nicht unbedingt optimaler Bedingungen.
Schon eine Stunde vor Beginn kommen die meisten, um sich einen günstigen
Platz auf den unbequemen Bänken der Zuschauertribünen, ohne
Rückenlehnen, zu sichern. Die Sporthalle ist kein Konzertsaal. Das
nehmen sie in Kauf. Dieser Zuspruch spornt natürlich auch die Mitwirkenden
an. Die Vereine und Gruppen sind ganz heiß darauf, dabei zu sein,
sich zu präsentieren. In diesem Jahr wirken zwölf verschiedene
Formationen mit." Gerhard Förster: "Durch das musikalische Zusammenwirken in den Programmteilen kommt für jede etwas mehr heraus. Auch fürs Publikum, glaube ich. Für die Mitwirkenden allerdings mehr Arbeit. Und mehr Spannung, ob es so klappt, wie geplant. Zeit für eine Generalprobe haben wir nicht. Am Vorabend findet eine Arbeitsprobe statt. Da proben wir nur, was wichtig ist. Mancher bekommt da zusätzliches Lampenfieber. Es fällt schwer, herauszufinden, was wir unbedingt probieren müssen, und was ohne läuft. Unsere Erfahrung hilft uns dabei." Ingo Suchomel: "Nicht nur die Mitwirkenden, die Stadt Hermsdorf kann stolz sein. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung, mit diesem künstlerischen Anspruch und fast nur mit eigenen Kräften gibt es wohl in Thüringen kein zweites Mal. Das "fast" bezieht sich auf einen Profi, der traditionell das Programm bereichert. Diesmal auf die "Mengs Family", auch gang aus der Nähe, aus Eisenberg." Wie wird es weitergehen? Gerhard Förster: "Seit ich 1999 aus der Musikschule verabschiedet wurde, und nun
Rentner bin, habe ich mehr Zeit für so etwas. Das heißt, ich
nehme mir die Zeit weil es mir Spaß macht, mich reizt. Obwohl mein
neues Keyboard mit super Bordcomputer das eigentlich gar nicht zulässt.
Doch da gibt es noch so viele Ideen ..." |
![]() Gerhard Förster hat für die Burschen der Maibaumgesellschaft Hermsdorf e. V. die neue "Hymne" das Maibaumsetzerlied vertont und einstudiert. Uraufführung war zum Maibaumsetzen 2001. |
![]() "Singende Holzländer" (füher in größerer Besetzung "Fröhliche Holzländer") Gerhard Förster (rechts) und Hartmut Specht zum Straßenfest Alte Regensburger Straße |
![]() Voll in Aktion zum Straßenfest 2001 |