Werner Peuckert
* 25.10.1903 Hermsdorf
† 15.12.1989 Hermsdorf

Werner Peuckert
Werner Peuckert mit Frau Senta vor dem Pechofenmodell bei Schleifreisen
  • geboren am 25.10.1903 in Hermsdorf, Vater Hermann Peuckert (Fleischermeister) Mutter Wilhelmine Peuckert und 10 Geschwister, davon waren 4 Fleischer
  • Besuch der Schule in Hermsdorf und 1918 bis 1920 Lehre als Fleischer
  • 1921 Wanderjahr – im Ruhrgebiet gearbeitet
  • 1922 bis 1923 zwei Jahre bei der Thüringer Landespolizei
  • danach Fleischergeselle in Leipzig und anschließend in der Wurstfabrik Kraftsdorf
  • 1931 Geschäftsübernahme der Fleischerei vom Vater Hermann Peuckert in der Eisenberger Straße
  • 1940 zur Wehrmacht eingezogen
  • 1944 bis 1946 amerikanische Kriegsgefangenschaft
  • 1946 Wiederaufbau des am 09.April 1945 zerbombten Hauses und Geschäftes
  • bis 1961 Inhaber der Fleischerei, dann Geschäftsübergabe an Sohn Ottomar Peuckert.
 
Ausführungen Werner Peuckerts: Die Hermsdorfer Sage und die Steinkreuze
 
Bereits während seiner Tätigkeit als selbständiger Fleischer, aber insbesondere danach, beschäftigte sich Werner Peuckert mit Numismatik (Münzkunde) und war anerkannter Fachmann in der Ortsgruppe Hermsdorf. Er betrieb intensiv Mundartforschung und arbeitete hierbei eng mit dem Friedrich Schiller Universität Jena, Institut für Mundartforschung, zusammen. Bei seinen Forschungen sammelte er gleichzeitig Geschichten aus dem Thüringer Holzland.
 
Auifzeichnungen
Originalauszug seiner Aufzeichnungen, die er alle handschriftlich aufzeichnete.
Die Aufzeichnungen seiner gesammelten Holzlandgeschichten in Mundart
veröffentlichte Werner Peuckert 1975 in seinem Buch.
Volkswacht Dezember 1975
Presseartikel zu Werner Peuckert aus der Volkswacht vom Dezember 1975

Sehr aktiv beschäftigte sich Werner Peuckert mit Bodendenkmalspflege und Forschung. Er entdeckte im Thüringer Holzland eine Reihe von Wüstungen, so zum Beispiel Gebäudereste im Teufelstal, die Wüstungen Bleifeld, Oberndorf und andere. Dazu gehört auch die Entdeckung der Reste des Pechofens bei Schleifreisen. Dieser wurde in der Folge durch den Kulturverein Schleifreisen als Modell wieder aufgebaut ( siehe Bild oben ).
Das Thüringer Holzland und besonders Hermsdorf hat Werner Peuckert, der am 15.12.1989 verstarb, viel zu verdanken. Mit seinen Forschungsergebnissen und Geschichten lebt er heute in unserer Erinnerung weiter.