Dr. Friedrich Heyder begann sein Wirken im ehemaligen Kombinat VEB Keramische Werke Hermsdorf. Hier war er lange Jahre in der Forschung tätig. Dann lehrte er als Dozent an der ehemaligen Ingenieurschule für Keramik Hermsdorf, und in dessen Folgeeinrichtung dem Berufsbildungszentrum.
Im Jahr 1992 wurde Dr. Heyder als Professor an die Fachhochschule Koblenz berufen.
Hier war er insbesondere für die Lehrgebiete der Allgemeinen Keramik, der Baukeramik und der Thermischen Verfahrenstechnik (Trocknungsprozess) im Diplomstudiengang Werkstofftechnik
Glas und Keramik verantwortlich. Diese Fachgebiete wurden von ihm in der Lehre sehr engagiert und mit dem richtigen Praxisbezug in enger Zusammenarbeit mit der Ziegel-,
der Fliesen- und der Steinzeugröhrenindustrie betrieben. Dies spiegelte sich in zahlreichen Diplom- und Studienarbeiten seiner Studierenden und Absolventen, aber auch
in Fachveröffentlichungen wider. Er war Initiator und Organisator des Lehrganges für Mitarbeiter der Ziegelindustrie in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der
Deutschen Ziegelindustrie. Insgesamt wurden von ihm 13 dieser Lehrgänge organisiert, die sowohl von den Teilnehmern als auch von den Industrieunternehmen sehr
positiv angenommen worden sind.
In der Deutschen Keramischen Gesellschaft, Fachausschuss 2 „Rohstoffe“, war Kollege Heyder ebenso aktiv. Viele Jahre prägte er als
Mitglied des Redaktionskomitees der Keramischen Zeitschrift deren fachlichen Inhalt und ihr Erscheinungsbild entscheidend mit. Auch der Industrieverband Fliesen und
Platten fand in ihm stets einen kompetenten Ansprechpartner.
Im Jahr 1999 übernahm er das Amt des Dekans am Fachbereich Werkstofftechnik Glas und Keramik der FH Koblenz bis zum Februar 2003. In dieser Zeit war er
Mitinitiator und Mitgründer des Bildungs- und Forschungszentrums Keramik (BFZK) im Jahr 2000 und konnte als Mitglied in den Beiräten des Forschungsinstitutes
für anorganische Werkstoffe - Glas und Keramik - (FGK) und im CeraTechCenter (CTC) deren Entwicklung fachlich begleiten und mitgestalten. Anschließend war er
für zwei weitere Wahlperioden der Prodekan des Fachbereichs. |