| In Straßburg / Elsass geboren, studierte er in Jena Physik, Mathematik,
Chemie und Mineralogie und promovierte 1935 mit einem Hochfrequenz-Thema
zum Dr. Phil. nat. Bis Kriegsende sammelte er Erfahrungen im Physikalischen
Institut Jena, als Patentingenieur bei der AEG und bei der Firma Telefunken
Berlin.
Am 01.07.1947 begann seine Tätigkeit im HF-Labor in Hermsdorf. Mit
seinen Kenntnissen auf dem Gebiet der Mess- und Hochfrequenztechnik konnte
er die Ferrit-Entwicklung entscheidend mitgestalten. Anfang der 50er Jahre
wurde er Leiter des neu gegründeten Magnetlabors. Ab 1964 arbeitete
er in der Informations- und Dokumentationsstelle als Informationsspezialist.
Erst 1990 zog sich der 83-jährige aus dem Arbeitsleben zurück
und verstarb im Jahre 1994 in Jena.
Der freundliche, selbstlose Junggeselle widmete sein ganzes Leben der
Wissenschaft, vor allem der Magnetik. Stets bestrebt, sein ohnehin lexikalisches
Wissen zu vervollständigen, gab er bereitwillig anderen Mitarbeitern
unzählige Hinweise und Anstöße, die in vielfältige
Anwendungen mündeten.
Das Bild des Mannes, der mit wehendem Mantel stets zwei mit Büchern
prall gefüllte Taschen zwischen Bahnhof und Betrieb mit sich herumtrug,
hat sich in das Gedächtnis vieler Mitarbeiter eingeprägt.
Nach der Wende wurde im
Industriegebiet "Tridelta" eine Straße nach "Dr.
Max Hellermann" benannt. |