| Ab 1608 Professor der
Rechte an der Universität Jena, im gleichen Jahr Hochzeit mit Christina Schilter (* 10.06.1582 Leipzig; † 28.08.1611 Jena)
.
1622 erwarb der Strafrechtsprofessor
und viermalige Rektor der Universität Jena den Edelhof von Großlöbichau,
wo er als Erbherr 1640 starb. Die die kleine Gemeinde Großlöbichau. liegt im Saale-Holzland-Kreis direkt an der B7 zwischen Jena und Eisenberg in dem ruhigen, idyllischen Gembdental zwischen den Bergzügen Jenzig und Wöllmisse.
Jüngste Forschungen weisen Dietrich als
einen der bedeutendsten Strafrechtswissenschaftler seiner Zeit aus. Die
Universität Jena besitzt ein Portrait. In der Dorfkirche befindet sich
ein Grabstein der Ehefrau, in der Gestalt der berühmten Grabsteine
Jenaer Professoren, wie sie bis ins 18. Jh. hinein typisch waren, aber
überwiegend inzwischen zerstört sind.
Als der Begründer der deutschen Strafrechtswissenschaft wird gemeinhin Benedikt Carpzov angesehen. Unter den Juristen, die das Werk und das Wirken Carpzovs vorbereiteten, ragen zwei Namen hervor: Matthias Berlich und Petrus Theodoricus. Peter Dietrich war Ordinarius an der Universität zu Jena und kann als die bedeutendste Figur unter den deutschen kriminalistischen Rechtsgelehrten eingeordnet werden, die den Weg von Carpzov vorbereitet haben. Noch ganz unter dem Einfluß der italienischen Strafrechtsdoktrin stehend, bemühte sich Dietrich, die Methoden des Petrus Ramus in sein Werk einzuarbeiten. Besonders im Aufbau eines modernen Verbrechensbegriffs hat sich Peter Dietrich in die Annalen der Strafrechtsgeschichte eingeschrieben |