Wendegeschichte - Teil 1 Oktober / November 1989

 

Am 19. September 1989 stellt das Neue Forum (NF) einen Antrag auf Zulassung als „politische Vereinigung“. Das Innenministerium lehnt ihn zwei Tage später ab mit der Begründung, das NF sei „staatsfeindlich und illegal“. Als die Behörden durch Demonstrationen zusätzlich unter Druck geraten, tolerieren sie zunächst das NF und lassen es schließlich als politische Vereinigung zu. Von allen Oppositionsgruppen erhält das NF den stärksten Zulauf. Bis zum Ende des Jahres unterschreiben 200.000 Menschen den Gründungsaufruf, etwa 10.000 Menschen werden Mitglied. Das NF setzt sich für freie und demokratische Wahlen ein. Die Ortsgruppen der Vereinigung agieren vor allem in den Städten.

Gründungsaufruf vom 10.09.1989

Aufbruch 89 - Neues Forum
In unserem Lande ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gestört. Belege dafür sind die weitverbreitete Verdrossenheit bis hin zum Rückzug in die private Nische oder zur massenhaften Auswanderung. Fluchtbewegungen diesen Ausmaßes sind anderswo durch Not, Hunger und Gewalt verursacht. Davon kann bei uns keine Rede sein.
Die gestörte Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft lähmt die schöpferischen Potenzen unserer Gesellschaft und behindert die Lösung der anstehenden lokalen und globalen Aufgaben. Wir verzetteln uns in übel gelaunter Passivität und hätten doch Wichtigeres zu tun für unser Leben, unser Land und die Menschheit.
In Staat und Wirtschaft funktioniert der Interessenausgleich zwischen den Gruppen und Schichten nur mangelhaft. Auch die Kommunikation über die Situation und die Interessenlage ist gehemmt. Im privaten Kreis sagt jeder leichthin, wie seine Diagnose lautet und nennt die ihm wichtigsten Maßnahmen. Aber die Wünsche und Bestrebungen sind sehr verschieden und werden nicht rational gegeneinander gewichtet und auf Durchführbarkeit untersucht. Auf der einen Seite wünschen wir uns eine Erweiterung des Warenangebots und bessere Versorgung, andererseits sehen wir deren soziale und ökologische Kosten und plädieren für die Abkehr von ungehemmtem Wachstum. Wir wollen Spielraum für wirtschaftliche Initiative, aber keine Entartung in eine Ellenbogengesellschaft. Wir wollen das Bewährte erhalten und doch Platz für Erneuerung schaffen, um sparsamer und weniger naturfeindlich zu leben. Wir wollen geordnete Verhältnisse, aber keine Bevormundung. Wir wollen freie, selbstbewusste Menschen, die doch gemeinschaftsbewusst handeln. Wir wollen vor Gewalt geschützt sein und dabei nicht einen Staat von Bütteln und Spitzeln ertragen müssen. Faulpelze und Maulhelden sollen aus ihren Druckposten vertrieben werden, aber wir wollen dabei keine Nachteile für sozial Schwache und Wehrlose. Wir wollen ein wirksames Gesundheitswesen für jeden; aber niemand soll auf Kosten anderer krank feiern. Wir wollen an Export und Welthandel teilhaben, aber weder zum Schuldner und Diener der führenden Industriestaaten noch zum Ausbeuter und Gläubiger der wirtschaftlich schwachen Länder werden.
Um all diese Widersprüche zu erkennen, Meinungen und Argumente dazu anzuhören und zu bewerten, allgemeine von Sonderinteressen zu unterscheiden, bedarf es eines demokratischen Dialogs über die Aufgabe des Rechtsstaates, der Wirtschaft und der Kultur. Über diese Fragen müssen wir in aller Öffentlichkeit, gemeinsam und im ganzen Land, nachdenken und miteinander sprechen. Von der Bereitschaft und dem Wollen dazu wird es abhängen, ob wir in absehbarer Zeit Wege aus der gegenwärtigen krisenhaften Situation finden. Es kommt in der jetzigen gesellschaftlichen Entwicklung darauf an, 
- dass eine größere Anzahl von Menschen am gesellschaftlichen Reformprozess mitwirkt,
- dass die vielfältigen Einzel- und Gruppenaktivitäten zu einem Gesamthandeln finden.
Wir bilden deshalb gemeinsam eine politische Plattform für die ganze DDR, die es Menschen aus allen Berufen, Lebenskreisen, Parteien und Gruppen möglich macht, sich an der Diskussion und Bearbeitung lebenswichtiger Gesellschaftsprobleme in diesem Land zu beteiligen. Für eine solche übergreifende Initiative wählen wir den Namen 

NEUES FORUM

Die Tätigkeit des NEUEN FORUM werden wir auf gesetzliche Grundlagen stellen. Wir berufen uns hierbei auf das in Art. 29 der Verfassung der DDR geregelte Grundrecht, durch gemeinsames Handeln in einer Vereinigung unser politisches Interesse zu verwirklichen. Wir werden die Gründung der Vereinigung bei den zuständigen Organen der DDR entsprechend der VO vom 06.11.1975 über die „Gründung und Tätigkeit von Vereinigungen“ (GB1I, Nr. 44, S. 723) anmelden.
Allen Bestrebungen, denen das NEUE FORUM Ausdruck und Stimme verleihen will, liegt der Wunsch nach Gerechtigkeit, Frieden und Demokratie sowie Schutz und Bewahrung der Natur zugrunde. Es ist dieser Impuls, den wir bei der kommenden Umgestaltung der Gesellschaft in allen Bereichen lebensvoll erfüllt wissen wollen. Wir rufen alle Bürger und Bürgerinnen der DDR, die an der Umgestaltung unserer Gesellschaft mitwirken wollen, auf, Mitglieder des NEUEN FORUM zu werden. 
Die Zeit ist reif.

Das Neue Forum - einer der wichtigsten Initiatoren der Wende 1989 in der DDR - wird bei den Bundestagswahlen im Herbst in Brandenburg, Sachsen und Thüringen antreten. Dies beschloss ein Bundesforum der noch 300 bis 500 Mitglieder zählenden Partei in Mellingen (Thüringen). Mit Blick auf die Wahlen fordert das Neue Forum neue Wege in der Erwerbspolitik und eine Beseitigung der Armut. In seinen Thesen bezeichnet sich das Neue Forum als "die einzige auf allen Ebenen wählbare Bürgerrechtsbewegung, die den Traditionen des Herbstes 1989 verpflichtet bleibt". In der Kontinuität der Bürgerrechtsbewegung kämpfe die Partei gegen Machtmissbrauch und Korruption und "für Demokratie in allen Lebensbereichen". Das Neue Forum hatte in der Wendezeit zum Beispiel die große Demonstration am 9. November 1989 unter dem Motto "Für unser Land" organisiert, an der in Ost-Berlin rund eine Million Menschen teilgenommen hatten. Ende 1989 war es an der Regierung unter PDS-Ministerpräsident Hans Modrow beteiligt. Gemeinsam mit der "Initiative für Frieden und Menschenrechte" und der Bewegung "Demokratie jetzt" erreichte es bei der Volkskammerwahl im März 1990 2,8 Prozent der Stimmen.

Diskussionen zum basisdemokratischen Aufbau und zur Organisation des NF münden Ende 1989 in den Streit, ob man eine Partei bilden oder eine Bewegung bleiben solle. Am 27. und 28. Januar 1990 spalten sich nach langen Debatten etwa ein Viertel der Anhänger, vor allem die Mitglieder aus den Südbezirken der DDR, als Deutsche Forumspartei (DFP) vom Neuen Forum ab. Das NF behielt seine basisdemokratische Struktur bei und schloss sich im Februar 1990 mit anderen Oppositionsgruppen im Bündnis 90 zusammen. In ihm schlossen sich „Demokratie Jetzt“, „IFM“ und ein Teil des „Neuen Forums“ zusammen, bevor sich Bündnis 90 dann 1993 mit den Grünen zur neuen Partei Bündnis 90/Die Grünen vereinigte. Ein Teil des Neuen Forums wollte diese Vereinigung, insbesondere den Weg zur Partei, nicht mitgehen. So blieb das Neue Forum als Organisation erhalten, hat aber heute nur noch sehr geringe Bedeutung. Bei der Europawahl im Jahr 1994 trat das Neue Forum an und erzielte dort ein Ergebnis von 0,3 %. Vereinzelt trat das Neue Forum in der Folgezeit noch bei ostdeutschen Landtagswahlen an, erzielte dabei allerdings keine nennenswerten Erfolge, so am 19. September 1999 bei der Landtagswahl in Sachsen 0,2 %. Landesverbände bestehen nur in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

 

Erlebnisbericht Gisela Lasch zur Gründung des Neuen Forum in Bad Klosterlausnitz & Hermsdorf

 

Der Student der Theologie an unserem Seminar in Bad Klosterlausnitz, Christoph Hering (Berlin) hatte im September den Gründungsaufruf des Neuen Forum mitgebracht. Wir sammelten in der Region Unterschriften. Am 05.10.1989, also noch vor dem Jahrestag der DDR und vor dem 9. Oktober, gab es eine erste kleine Versammlung im Seminar, mit ersten Überlegungen zur Einladung zu einer Bürgerversammlung. Am 13.09.1989 beschlossen wir (Studenten, Dozenten und Mitarbeiter des Seminars), zu einem „Gesprächsabend zur Situation in unserem Land“ einzuladen. Zunächst sprachen wir wieder mündlich Bürger unseres Ortes an, dann stellten wir „Zettel“ her und hingen diese an verschiedenen Stellen unseres Ortes und möglicherweise auch in Hermsdorf aus. Christoph Lasch, Verwaltungsleiter des Seminars, brachte die Einladung auch zum „Rat der Gemeinde“, zu Frau Renke. Am 24.10. sollte die Versammlung im „Katechetischen Zentrum“ (kirchliche Jugendherberge auf gleichem Grundstück, wie Seminar) stattfinden. Etwa 30 Minuten vor Beginn war der Raum, der max. 100 Menschen fasst, bereits überfüllt. Nach Absprache mit Pfarrer Otto Besser zogen wir mir Kerzen vom „Zippenpfiff“ zur Klosterkirche. Sie war nach kurzer Zeit auch gefüllt. (700 Menschen ) Gegen 20:00 Uhr eröffnete ich (mit zitternden Knien) die Versammlung, machte das Anliegen kurz klar. Die Dozenten Herbert Uhlmann und Wolfgang Ruhnow leiteten die Versammlung. Student Christoph Hering stellte die Forderungen des „Neuen Forum“ vor. Jeder sollte seine Meinung sagen dürfen, aber dabei auch seinen Namen nennen. (siehe  Zeitungsartikel Volkswacht am nächsten Tag). Um 21:45 Uhr schloss sich ein Friedensgebet an. Es wurde außerdem ein Brief an Egon Krenz verfasst (von unseren Studenten und Dozenten). Wir luden zu einer zweiten Versammlung für den 07.11.1989 ein. Zur Vorbereitung hatte sich ein Kreis von 30 Leuten zusammengefunden. Diesmal waren offenbar noch mehr Menschen, auch aus Hermsdorf und der weiteren Umgebung da. Die Eröffnung und Vorstellung des Ablaufs nahm ich vor. Herr Mursch aus Hermsdorf (?) stellte die Bewegung „Demokratischer Aufbruch“ vor, Student Hering nochmal das „Neue Forum“. Im Anschluss an die Diskussion wurden 5 Arbeitsgruppen gebildet (siehe unten). Ich denke, dass hier Herr Bsteh die Wirtschaftsgruppe leitete. Den Aufruf des „Neuen Forum“ hatten bald 400 Bürger unterschrieben. Inzwischen hatte auch der Rat der Gemeinde reagiert und zu einer Versammlung in den Jugendclub „Kaktus“ in Bad Klosterlausnitz eingeladen. Da kamen nicht ganz so viele Leute und es ging sehr kontrovers zu. Die Versammlung fand am 09.11.1989 statt, zu der Zeit, als die legedäre Aussage im Radio kam.
Seit Mitte November gab es eine Regionalgruppe des „Neuen Forum“, mit Leuten aus Hermsdorf und Umgebung. Zum ersten Sprecherrat gehörten meine Schwägerin Christine Lasch, (später für das Neue Forum im Kreistag), Christoph Lasch, Christine Hofmann, - leider habe ich da keine Aufzeichnungen. Aktiv in der Abteilung Bildung des Neue Forum waren auf alle Fälle die Lehrer Wolfram Wegener (leider schon verstorben), Hermann Jacobi, Frau Burgemeister und Frau Milewski, Helmut Bachem und andere.
Die Aktionen zu Aufdeckung der Stasiaktivitäten wurden hauptsächlich von Arthur Domanoiwski geleitet. Aktiv in Hermsdorf war auch der damalige Wirt der Gaststätte „Zur Linde“, Günter Peupelmann.
Von „Amnestie international“ gab es in Hermsdorf auch bald eine Gruppe. Der Student Hering und die Söhne von Göbel gehörten zu diesen.

 

Ein besonderes Semester

 

Im September 1989 entschlossen sich ein großer Teil Studenten, Mitarbeiter und Dozenten des Theologischen Seminars, Anliegen und Ziele des Neuen Forum mit ihrer Unterschrift zu unterstützen und selbst eine Gruppe des Neuen Forum zu bilden. Dies war in der Friedensglocke vom 26. 11. 1989 zu lesen.
Folgendes waren unsere Gründe dafür:

  • Auslöser war die sich zuspitzende Situation in unserem Land, vor allem durch die Fluchtwelle und die damit in Zusammen­hang stehende Politik unseres Staates.
  • Unserer Meinung nach hat der Aufruf des Neuen Forum diese Situation richtig erkannt Und die notwendigen Folgerungen gezogen: Forderungen an die Führung unseres Landes und die Aufforderung, daß sich alle an der Fehlersuche beteiligen sobllen, ebenso auch an deren Beseitigung.
  • Unsere Motivation kommt aus der Beantwortung der Frage, was wir als Christen, die sich den Zuständen der Welt nicht ver­schließen können, zu den Problemen in unserem Land zu sagen und zu tun haben. Wir wollen dabei nicht „unseren Senf dazugeben“, sondern uns konstruktiv einbringen. Wir halten es für unsere Pflicht, uns hier zu engagieren, weil wir so das Evangelium verstehen und unseren Glauben leben wollen.

Unsere Arbeit bestand zunächst darin, uns mit Eingaben und Beschwerden bei Presse und staatlichen Institutionen zu Wort zu melden. Doch wir merkten bald, dass das nicht alles sein kann. So bereiteten wir einen offenen Gesprächsabend zum Thema „Leben und Bleiben in der DDR“ vor, in dem wir mit den Bewohnern von Klosterlausnitz und Umgebung ins Gespräch kommen und ihnen Gelegenheit geben wollten, ihre Erfahrungen und Sorgen auszusprechen. Dieser Gesprächsabend fand am 24. 10. 89 statt, allerdings nicht wie geplant im Katechetischen Zentrum, sondern in der Evangelisch-lutherischen Kirche des Ortes, denn es waren etwa 700 Menschen gekommen. Wir waren natürlich sehr überrascht, da wir mit einem solchen Echo nicht gerechnet hatten. Offen wurden Probleme des Ortes und auch des ganzen Lan­des angesprochen. Als Ergebnis des Abends schickten wir einen Brief mit einem Forderungskatalog an den damaligen Generalsekretär der SED und Staatsratsvorsitzenden Egon Krenz.
Ein zweiter Gesprächsabend am 07.11.1989 unter dem Thema „Den Worten müssen Taten folgen“, lockte sogar etwa 1000 Leute in die Kirche.
Im Anschluß an die Diskussion wurden 5 Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit Sachbereichen beschäftigen, die sowohl hier in der Region als auch darüber hinaus dringend sind:

  • Gesundheitswesen,
  • Volksbildung,
  • Umwelt,
  • Wirt­schaft,
  • Rechtsfragen.

Vier dieser fünf genannten Gruppen tref­fen sich seitdem zu kontinuierlicher Arbeit. Beide Gesprächsabende waren verbunden mit einem Friedensgebet, wofür auch viele Nichtchristen aufgeschlossen waren.
Schon sehr bald hatten über 400 Bürger aus Bad Klosterlausnitz und Hermsdorf den Aufruf des Neuen Forum unter­schrieben. Seit Mitte November gibt es eine Ortsgruppe und einen vorläufigen gewählten Sprecherrat, der die Arbeit koordiniert.
Diese gesellschaftliche Arbeit bringt natürlich auch mancherlei Schwierigkeiten mit sich - nicht zuletzt kostet sie uns Zeit und Kraft. Zwar ist sie für die Zukunft unseres Landes und für die Menschen hier im Ort nach unserer Sicht sehr wichtig, aber andererseits dürfen wir unser Studium nicht vernachlässigen. So befinden wir uns auf einer Art Gratwanderung, bei der wir das richtige Verhältnis zwischen unserem Theologiestudium und aktuell notwendiger gesellschaftlicher Arbeit finden müssen. Das fällt nicht leicht und manches scheint über die Kräfte hinauszugehen. Gemeinsam - Studenten und Dozenten -
mühen wir uns um die rechte Balance. Dabei hoffen und wünschen wir, daß viele Gemeindeglieder und Gemeinden unserer Kirche sich in der jetzigen Situation an der Arbeit in unserem Land beteiligen möchten, mit dem Beitrag, den wir als Christen einzubringen haben. Wir wünschen uns, daß wir alle unserer Verantwortung, die wir als Christen für diese Welt haben, besser gerecht werden und daß wir die Chancen zum Guten nutzen, die die gegenwärtige besondere Zeit bietet.
Möge uns unser Herr dafür offene Augen und Ohren, wachsame Herzen und fleißige Hände und Füße schenken.

Heiko Schorcht / Lutz Brückner

 

Aktivitäten

 

In der damaligen Friedrich-Engels-Straße, heute Eisenberger Straße, befand sich ein Café mit Eisdiele. Von 1988 bis zum 31.12.2001 wurde es durch die Handelsgesellschaft Bsteh (HA-SE) in Kommission geführt. Geschäftsführer war damals Andreas Bsteh. In dieser Gaststätte und an weiteren Orten trafen sich vor der Wende Mitglieder aus den Arbeitsgruppen des „Neuen Forum“ aus Klosterlausnitz und Hermsdorf.
Dort wurde auch Veranstaltungen und Demonstrationen geplant. Die erste Veranstaltung wurde durch Christoph Lasch (heute Geschäftsführer und Verwaltungsleiter der Fachklinik Klosterwald gGmbH bei der Gemeindeverwaltung Bad Klosterlausnitz angemeldet. Diese Veranstaltung sollte in der Klosterwaldklinik stattfinden. Der Veranstaltungsort musste dann aber, weil der Platz für die Teilnehmer nicht ausreichte, in die Klosterkirche Bad Klosterlausnitz verlegt werden. Die Veranstaltung fand am 24.10.1989 statt.
Nach der Öffnung der Grenzen am 09.11.1989 fand eine Demonstration, organisiert vom Neuen Forum statt. Etwa 40 Personen versammelten sich am Rathaus Hermsdorf, marschierten Friedrich-Engel-Straße bis zum heutigen Ärztehaus. Dort befanden sich:

  1. der Gruppenposten Hermsdorf,
  2. eine Gruppe der Schutzpolizei des ehemaligen VPKA Stadtroda,
  3. die Dienststelle des Betriebsschutz KWH (VP) mit K und K I,
  4. die Objektdienststelle KWH des MfS
  5. die Abteil. I der KWH und
  6. das Prüflabor (Messsender).

Sprechchöre „Stasi“ raus u. a. erklangen. Der Demonstrationszug bewegte sich weiter über die Bahnhofsbrücke bis nach Bad Klosterlausnitz.

 
Demo 1989   Demo 1989
 
Volkswacht 26.10.1989
 
 
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