| „Als 1958 das schon seit 90 Jahren in Hermsdorf durchgeführte Maibaumsetzen im Orte offiziell eingestellt wurde, setzte der Wohnbezirksausschuss II der Nationalen Front „Heinrich Heine" diesen Brauch 1959 fort. Damit hatte der Wohnbezirksausschuss eine große historische Aufgabe übernommen, denn was die Burschen der großen Holzlandgemeinde Hermsdorf nicht mehr zu schaffen imstande waren, wollte der kleine Wohnbezirk mit eigenen Kräften meistern. Der Anfang war zwar nicht leicht, aber der Wille war vorhanden, und im Kollektiv wurden alle Schwierigkeiten überwunden. Bei diesem ersten Maibaumsetzen im Wohnbezirk wurde am 20. Juni 1959 eine 12 m hohe Fichte gesetzt bei einer Beteiligung von nur 25 Personen. Durch diesen bescheidenen Anfang (gemeint ist das Setzen im Wohnbezirk „Erich Weinert“1959) nicht entmutigt, wurde 1960 wieder ein Maibaum auf dem Gelände der volkseigenen Leiternfabrik gesetzt. Diesmal hatte man eine 10 m hohe Fichte gewählt. An größere Baumriesen wagte man sich noch nicht heran, weil die erforderlichen Hilfskräfte fehlten. Dieses Maibaumsetzen war vollkommen verregnet und somit auch nur 29 Personen anwesend. Umso mehr wurde der frisch gesetzte Baum im Kulturraum in der Leiternfabrik begossen.“ [Albrecht Schröder - Autor der Festschrift von 1969] |
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| 100 | Im Jahr 1969 feierte der damalige Wohnbezirk „Erich Weinert“ in Hermsdorf das Fest „100 Jahre Maibaumsetzen“. Dies erfolgte auf der Grundlage damals bekannter Dokumente. |
| 150 | In Hermsdorf begingen die Burschen der Maibaumgesellschaft Hermsdorf die Tradition des Maibaumsetzens im Jahr 2004 aus Anlass des 150. Setzens. Diese Zahl beruht auf einem Schriftstück, welches nach der Wende im Archiv der Stadt durch den Bürgermeister und damaligen Vorstand aufgefunden wurde. In diesem Durchschlag eines Antrages an die Gemeinde wurde eine Jahreszahl genannt, die Grundlage für die Änderung wurde. |
| 415 | Im Zusammenhang mit neuen Nachforschungen zur damals bevorstehenden 750 jährigen Geschichte der Ersterwähnung von Hermsdorf wurden die Unterlagen von Werner Serfling neu überarbeitet. Schon lange geht man davon aus, dass die Tradition des Maibaumsetzens in Hermsdorf älter als 150 Jahre sein muss. Einige Ortschaften des Holzlandes begingen in den letzten Jahren viel ältere Jubiläen dieser Art. Warum sollte es in Hermsdorf – dem größten Holzlanddorf – nicht auch schon früher Maibaumsetzen gegeben haben. |
| Im Jahr 2009 beging Hermsdorf das 155, statt 420 jährige Jubiläum. Im gleichen Jahr feierte man in Bad Klosterlausnitz das 350jährige Jubiläum. Da sich die Unterlagen für das über 400 jährige Jubiläum (durch Werner Serfling in den Kirchenbüchern gefunden und 2004 im Staatsarchiv Altenburg überprüft) auf das gesamte Holzland beziehen, wurden diese Klosterlausnitz zur Kenntnis gegeben. Bleibt abzuwarten, wie es weiter geht. | |
| Die Maibaumsetzen in den 1960er Jahren auf dem Berg sind bis heute in guter Erinnerung geblieben. Einige Impressionen aus dem Jahr 1966 zeigt diese Galerie. | |