- Wilhelm Bauer besuchte 8 Jahre
die Volksschule in Hermsdorf (heutige Friedensschule).
- Nach dem Schulabschluss absolvierte
er 6 Jahre ein Lehrerseminar in Altenburg und erhielt eine Ausbildung
als Lehrer und Kantor (Unterricht in Orgel, Klavier und Geige).
- Der Vater von Wilhelm Bauer war
Landfuhrmann und selten zu Hause. Wilhelm Bauer wuchs so mehr bei
seinem Großvater auf, der aus dem Haus Rodaer Straße 10 stammte (heute
Familie Klaus Bauer). Der Großvater brachte ihm das Schnitzen und
vieles anderes bei, in seinen Schriften hat er ihm dann später ein
Denkmal gesetzt.
- Seine Kindheit verbrachte Wilhelm
Bauer im „ersten Haus am Wald“, (Sauers) der heutigen Eisenberger
Straße 57, welches sein Großvater gebaut hatte. Damals ging der Wald
noch bis zum späteren Standort. Das Grundstück (Waldgelänge) hatte
die Frau des Großvaters als Mitgift bekommen und das Haus wurde darauf
erbaut.
- In dieser Zeit wanderte er sehr
viel, besonders sonntags und in den Ferien z.B. nach Kraftsdorf -
Bremsnitz und zurück, oder Lippersdorf und zurück. In den Orten ließ
er sich von den Pfarrern die Gemeindebücher geben und entnahm daraus
viel heimatgeschichtliches Material.
- Bei seinem Onkel Fritz Gruner,
Lehrer in Bad Klosterlausnitz („Sterngucker“ genannt, weil er so klein
war und immer hoch schauen musste) erhielt er den erster Klavierunterricht.
Er wurde ein ausgezeichneter Klavierspieler.
- Nach Abschluss des Lehrerseminars
erhielt er seine erste Anstellung in Schmirchau bei Ronneburg (der
Ort fiel zu DDR Zeit dem Wismut Uran-Tagebau bei Ronneburg zum Opfer).
- Seine erste Frau verstarb sehr
Jung mit 27 Jahren, mit ihr hatte er zwei Kinder - einen Sohn Dr.
Heinz Bauer (lebt als Rentner in Oberbayern) und eine Tochter.

1. Ehefrau und Tochter Ilse und Wilhelm Bauer
- Später heiratete er die älteste
Schwester seiner ersten Frau. Sein Sohn aus 2. Ehe Karl Bauer war
Ende März 1945 auf Heimaturlaub und wurde an die Ostfront versetzt.
Viele Freunde rieten ihm sich zu verstecken, da die Amerikaner zu
dieser Zeit bereits sehr nahe waren. Aus Angst ging er aber wieder
zur Fronst und ist seither vermisst.
- Die zweite Lehrerstelle trat Wilhelm
Bauer in Kraftsdorf an. Dort wohnte er in der Schule neben der Kirche.

von links: Onkel Fritz Gruner, zwei Gärtnergehilfen, Vater
Luis Bauer und Wilhelm Bauer mit Tochter Ilse

Wilhelm Bauer und seine 2. Frau vor
der Schule in Kraftsdorf 1912
in der Schule wohnte Familie Bauer

Wilhelm Bauer als Lehrer in Kraftsdorf 1930
2.Ehefrau und Sohn Karl (rechts)
- In Kraftsdorf war er 30 Jahre
als Lehrer und Oberlehrer und Kantor tätig, außerdem war er Mitglied
des Gemeinderates und Protokollführer.
- In seiner Kraftsdorfer Zeit schrieb
und organisierte er Laienspiele die zu Weihnachten im Gasthof Kraftsdorf
aufgeführt wurden.
- Nach Ende seiner Dienstzeit im
März 1937 - aus gesundheitlichen Gründen ging er früher in Pension
- kehrte er nach Hermsdorf zurück. Hier widmete er sich in letzten
Lebensjahren intensiv der Heimatforschung, studierte alte Gemeinde
und Kirchenbücher und besuchte das Archiv in Altenburg, er widmete
sich nun vollständig seinen Nachforschungen. Seine große Heimatliebe
und Verbundenheit mit der Natur, seine große Kenntnisse von Kräutern
und deren Anwendungen, legte er in vielen Artikeln, Büchern und anderen
Veröffentlichungen dar und machte es so für Jedermann zugänglich.
Er betrieb Heimatforschungen über Kraftsdorf, Rüdersdorf, die Tälerdörfer
und Hermsdorf.

Sohn Karl Bauer ( X ) 1934 zum Maibaumsetzen in Kraftsdorf



Behelfsmäßiger Personalausweis von
Wilhelm Bauer ausgestellt am 19.12.1946
- Im Mai 1948 verstarb Wilhelm Bauer
an Lungenentzündung in Hermsdorf.
|
GROSSVATER:
?? Bauer
- stammt aus der Rodaer Str. 10
- bei ihm wuchs Wilhelm Bauer auf
VATER:
Louis Bauer
- stammt aus der Rodaer Str. 10
- Landfuhrmann, ständig unterwegs
SELBST:
Wilhelm Bauer * 07.09.1875 Hermsdorf †
31.05.1948 Hermsdorf
- siehe oben
- 1. Ehefrau ?? geborene Köhler, verstarb mit
27 Jahren, mit ihr hatte er zwei Kinder
- einen Sohn Dr. Heinz Bauer
† 2005 (lebte zuletzt in Oberbayern) und
- eine Tochter Ilse Bauer
- später heiratete er die älteste Schwester seiner ersten
Frau
- 2. Ehefrau Anna Köhler verh. Bauer
- sein Sohn aus 2. Ehe Karl Bauer war Ende März 1945 auf Heimaturlaub
und wurde an die Ostfront
versetzt. Viele Freunde rieten ihm sich zu verstecken, da die Amerikaner
zu dieser Zeit bereits sehr
nahe waren. Aus Angst ging er aber wieder zur Front und ist seither
vermisst.
SOHN:
Otto Karl Hermann Bauer * 22.06.1911
Kraftsdorf † ??.??.1941 vermisst im
Krieg
SCHWIEGERTOCHTER:
von Wilhelm Bauer, Frau von Sohn Karl
?? verh. Therese „Resie“ Franke †
1960
- war Sekretärin Berufsschule
- 1953 in die BRD
- 16.03.1959 folgte der Direktor der Berufsschule Günther
Franke (25.08.1980) und beideheirateten
ENKELTOCHTER:
Mechthilde Lippert, geborene Bauer * 1943
Hermsdorf
- früher Hermsdorf, Lessingstraße 1 bzw.
21 gewohnt (Lessingstr. 1 war ganz früher Gartenstr.1)
- Einschulung 1950
- 1953 BRD
- 10 Jahre Brasilien, dann in ganz Deutschland unterwegs
-
nach Selb geheiratet |