Militärverein Hermsdorf - 1872 bis 1943

Unter Verwendung einer Rede von Reinhold Goldberg, Bürgermeister in Hermsdorf  von 1912 bis 31.07.1924 und kommissarisch von 29.03.1933 bis 30.09.1933 - gehalten zum 50-jährigen Jubiläum des Landes-Kriegerverbandes Sachsen-Altenburg 1882 bis 1932.
Überarbeitet und ergänzt durch Stefan Lechner 2008.

 

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wurde ein geeintes Deutschland geschaffen. Vordem zerrissen und zerrüttet, hatten sich die deutschen Bundesstaaten aus Nord und Süd, Ost und West, zusammengeschlossen, um in Einigkeit ein Deutsches Reich zu schmieden mit einem Kaiser an der Spitze.

"Mit Eichenlaub geschmückt, kehrten die Krieger der Holzlanddörfer in ihre Heimat zurück. Friedenseichen und Friedenslinden wurden zur Erinnerung an den siegreichen Feldzug und zur bleibenden Erinnerung an die Gefallenen gepflanzt."
heißt es in einer alten Chronik. Am 18.06.1871 feierte Hermsdorf sein erstes Friedensfest und pflanzte zur Erinnerung an die große Zeit die Friedenseiche in der Nähe der Reichenbacher Straße. Zu Ehren des Feldzuges gab es ab 1872, bis Ende des 1.Weltkrieges, an jedem 2.September den „Sedantag“.
(siehe weiteres dort).
Bis nach der Wende ging man davon aus, das es keine Hermsdorfer Opfer unter den Teilnehmern gab. Neueste Forschungen, so aus Unterlagen des Lehrers Paul Jahn, ergaben aber, dass doch einer der Hermsdorfer Teilnehmer gefallen war. Dessen Name stand auf den ebenfalls abgerissenen Denkmal in Eisenberg.


Kameradschaftlicher Zusammenschluss war der Wunsch der zurückgekehrten Kameraden. So kam es, dass im Jahr 1872 von etwa 60 bis 70 Mann ein Militär - und Kriegerverein gegründet wurde. Diesen gehörten Kameraden aus Hermsdorf, Klosterlausnitz, Weißenborn, Oberndorf, Schleifreisen und Bobeck an. Als Sitz des Vereines wurde Hermsdorf bestimmt, als 1.Vorsitzenden wählte man den Schumacher Karl Gruber „ Gruber Schuster“.

Reserve 1
Hermsdorfer Reservisten nach 1871
Reserve 2



Die Kameraden der Nachbarorte hielten es in der Folge für richtiger, innerhalb ihrer Gemeinden eigene Vereine zu gründen. Und so trennten sich nach und nach die Kameraden von auswärts von Hermsdorf ab; nur einige aus Klosterlausnitz, Schleifreisen und Bobeck blieben. (siehe Ehrenmitglieder).

Durch die Frauen und aus freiwilligen Spenden finanziert, wurde dem Vereine im Jahr 1875 eine Fahne geschenkt, die im September des Jahres geweiht wurde.

Frauen
Kriegerverein 1902 - am Tisch in der Mitte Ernst Gabler

„Wir müssen ein autonomes Zeichen an die Gründung des Deutschen Reiches haben.“, so dachten einige Kameraden des Vereins und regten die Errichtung eines Kriegerdenkmals an. Unter großer Aufopferung, mit viel Mühe wurden die Mittel zusammengebracht, so dass im Jahr 1885 das Denkmal enthüllt werden konnte (dazu folgt ein gesonderter Beitrag).

Viele Jahre hatte es den Platz am Abzweig der Schulstraße geziert (Bild), bis es im Jahr 1892 seinen Standort dort verlassen musste. Die Langholztransporte zum neuen Sägewerk Völkel im Felsenkellerweg hatten Probleme die Kreuzung zu passieren. Es wurde abgebrochen und vor der neuen Schule aufgestellt (Bild). Dort sollte es für alle Zeit an Deutschlands große Zeit 1870/71 erinnern.

Im Oktober 1913 wurde auf Betreiben des Vorsitzenden des Roten Kreuz S.A. und 1. Vorsitzenden des Landeskriegerverbandes (Geheimrat Schenk - Altenburg), durch Mitglieder des Militärvereins die Hermsdorfer Sanitätskolonnen gegründet. Diese stand unter Leitung des Kolonnenführer Ernst Kunze und des Kolonnenarztes Dr. Schuster. Zur Gründung hatte die Sanitätskolonne eine Stärke von 40 Mann. In unzähligen Fällen leistete die Kolonne hilfreiche Dienste zum Wohle der Allgemeinheit in und um Hermsdorf. Im Jahr 1928 wurde der erste Krankenkraftwagen (Bild) (Beitrag) in Hermsdorf, finanziert aus Spendenmitteln, angeschafft.

Kriegerdenlmal


In den Jahren von 1898 bis kurz vor Ausbruch des 1.Weltkrieges, bestand im Militärverein eine Sängerabteilung, die vom Oberlehrer Ernst Gabler geleitet wurde.

Die Gründung des Landeskriegerverbandes erfolgte im Jahre 1882 im Gasthof „Zum Schwarzen Bär“ in Hermsdorf. Trotz vieler Gegenströmungen und Meinungsverschiedenheiten wurden die Vereine des Altenburger Landes zu einem Ganzen zusammengeschlossen. Die 25- und 50-jährige Wiederkehr [1907 bzw. 1932] der Gründung wurde wieder in Hermsdorf gefeiert.

Der 1.Weltkrieg 1914/18 hatte auch vielen Hermsdorfern das Leben gekostet.

              Nicht zu einer Jahreszahl zuordenbar................................ 1
              1914............................................................................. 26
              1915............................................................................. 46
              1916............................................................................. 27
              1917............................................................................. 21
              1918............................................................................. 25
              1919............................................................................... 1
              Summe........................................................................ 147

Aus den Reihen des Kriegervereines waren 12 Kameraden gefallen. Der Ausgang des 1.Weltkrieges, die innere Zersplitterung des Deutschen Reiches, Uneinigkeit, politischer Hass und Zwietracht schwächten das Militärvereinswesen. Viele kehrten den Militär - und Kriegervereinen den Rücken. Auch der Hermsdorfer Verein verlor viele Mitglieder.

Kriegerdenlmal

Denkmal

Denkmal

In dieser Situation und früher als in anderen Orten, regte der Militärverein an, ein Ehrenmal für die gefallenen Hermsdorfer zu errichten. Über die näheren Einzelheiten wird in einem anderen Beitrag berichtet. Am 01.06.1930 wurde das Denkmal eingeweiht. Daran nahmen über 3.000 Mitglieder von Kriegervereinen teil. Das Denkmal trug die Inschrift:

„ Unseren Gefallenen und ihren Heldentaten“
und
„ Das Leben gilt nichts, wenn die Freiheit fällt“.

Der Militärverein Hermsdorf hatte zum 50-jährigen Jubiläum 115 Mitglieder. Unter diesen folgende Ehrenmitglieder:

Gustav Plötner,
Gustav Beyer,
Hermann Bröter in Klosterlausnitz,
Franz Blumentritt in Schleifreisen,
Wilhelm Reinhard in Schleifreisen,
Eduard Peukert in Bobeck,
Reinhold Kleinsteuber,
August Petermann,
Reinhold Rüdiger,
Otto Beyer und
Traugott Riedel in Pößneck.
 
Die Vorsitzenden des Vereins waren:
   
1872 - 1885 Karl Gruber - Schuhmacher
1885 - 1891 Louis Bratfisch - Holzhändler
1891 - 1901 Traugott Klaus - Leiterfabrikant
1901 - 1912 Otto Wittig - Holzhändler, Bergstr. 42
1912 - 1933 Ernst Kunze - Portier, Fabrikbeamter Lessingstr. 2

• Der Beleg kann bisher nur bis 1933 geführt werden. Ob Ernst Kunze nach 1933 noch Vorsitzender war ist z.Z. nicht belegt.

Militärverein Hermsdorf im
Landeskriegerverband Sachsen - Altenburg 1882 - 1922
und ab 1922 im Kyffhäuserbund

Nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871 erfuhren Vereine und Organisationen, in denen das Andenken an den Deutsch-Französischen Krieg wach gehalten werden sollte, enorme Popularität. 1896 wurde durch Sammlung der Kriegervereine auf dem thüringischen Kyffhäuser-Berg ein Mahnmal zum Andenken an die deutsche Einheit eingeweiht. Der vier Jahre später gegründete "Deutsche Reichskriegerbund Kyffhäuser" umfasste als Dachverband schon bald nahezu sämtliche Kriegervereine des Kaiserreichs. In der Weimarer Republik bildete der formell unpolitische Kyffhäuserbund einen fruchtbaren Boden für die Verherrlichung des Ersten Weltkriegs und die Verbreitung der Dolchstoßlegende sowie der behaupteten Kriegsschuldlüge. Die etwa 29.000 lokalen Kriegervereine im Deutschen Reich pflegten neben einer intensiven Kameradschaft und der Fürsorge für Kriegsversehrte den Mythos des Frontkämpfertums. Zumeist waren sie die Initiatoren für den Bau von Kriegerdenkmalen, die nach 1918 in nahezu jeder deutschen Gemeinde zu finden waren und deren größtes das Tannenberg-Denkmal in Ostpreußen war. Dem kollektiven Gedenken an die Kriegserlebnisse dienten auch die ab 1925 alle zwei Jahre stattfindenden Reichskriegertage, an denen sich neben Kriegervereinen Wehrverbände wie der Stahlhelm beteiligten.
[Deutsches Historisches Musseum Berlin]

Bereits vor dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870 / 71 gab es in dem damaligen Herzogtum Sachsen-Altenburg einige Kriegervereine, so in Schmölln, Ponitz, Altenburg, Roda, Eisenberg, Ronneburg und Kahla, ohne dass es zwischen ihnen zu einer engeren Verbindung gekommen wäre. Erst als nach dem Kriege auch auf den Dörfern zahlreiche Vereine entstanden, gab es Bestrebungen sich zusammenzuschließen.
Bereits am 11.06.1876 wurde in Altenburg von den Delegierten des damaligen, als loser Verband bestehenden „Bezirksverbandes Altenburger Krieger- und Militärvereine“ der Zusammenschluss sämtlicher Militärvereine des Herzogtums und ihr Beitritt zum Deutschen Kriegerbund angeregt.

So gab es am 14.05.1879 einen weiteren Aufruf zum Zusammenschluss. Der Delegiertenversammlung am 06.07.1879 in Ronneburg folgten 18 Vereine, von denen sich zunächst nur 11 Vereine dem Deutschen Kriegerbund angeschlossen, 35 Vereine warteten bis 1882 noch ab. Erst als im Jahr 1882 Herzog Ernst I.den Ehrenvorsitz über sämtliche Militär - und Kriegervereine übernommen hatte kam es zum Zusammenschluss.

Am 01.10.1882 versammelten sich in Hermsdorf 114 Delegierte von 46 Vereinen, die 4418 Mitglieder vertraten. Bei dieser Konferenz konnte kein einstimmiger Beschluss herbeigeführt werden. Der neu gegründete Landesverband vereinte nun aber 42 Vereine mit 4018 Mitgliedern. Da das Schützenhaus und das Rathaus 1882 noch nicht gebaut waren, die Gaststätte „Zum Schwarzen Bär“ damals noch nicht über einen Saal verfügte, kann diese Delegiertenkonferenz nur in der „Centralhalle“ in der Ernststraße stattgefunden haben.

Die weiteren Verbandstage fanden wie folgt statt:

01.10.1882 1.Verbandstag in Hermsdorf -siehe oben.
28.03.1883 2.Verbandstag in Gößnitz -Dort wurde die bereits ausgearbeitete Satzung angenommen.
01.06.1884 3.Verbandstag in Roda - 112 Vertreter aus 46 Vereinen mit 4925 Mitgliedern beschlossen den Beitritt zum Deutschen Kriegerbund.
1885 4.Verbandstag in Schmölln
1886 5.Verbandstag in Eisenberg
1887 6.Verbandstag in Lucka - Auf diesem wurde die Bildung von Sanitätskolonnen beschlossen.
1888 7.Verbandstag in Kahla - Hier wurde die Bildung der 1.Sanitätskolonne in Roda gemeldet, deren Leitung Dr. med. Bonde übernommen hatte.
1889 8.Verbandstag in Altenburg - gab es 56 Militärvereine mit 5762 Mitgliedern. Ein Jahr später gab es bereits 6 Kolonnen, 2 in Altenburg, 2 in Roda, je 1 in Schmölln und Altenburg.
1890 9.Verbandstag in ?? - Zu diesem war der Kaiser erschienen.
1891 10.Verbandstag in Meuselwitz - Es wurde das 10-jähriges Bestehen des Landesverbandes begangen.
1892 11.Verbandstag in Orlamünde
1893 12.Verbandstag in Ronneburg
17.10.1894 13.Verbandstag in ??
Nach dem Tod des verstorben 1. Vorsitzenden Guido Bechstein wurde dort Kammerherr von Hermann von Blödau neu gewählt. Der Oberst und Generalinspekteur überwies dem Verband eine Stifung von 1000 RM, die später um 500 RM erhöht wurde. Die „Iwan Baumbach-Stiftung“ hatte 1903 ein Kapital von 3746 RM.
17.08.1895 14.Verbandstag in ??
Es erfolgte dort eine Parade aus Anlass des 50-jährigen Militär-Dienstjubiläums des Kaisers..
1896 15.Verbandstag in Gumberda
Dort wurde eine neue Satzung beschlossen, ein Landesfechtverband gegründet und ein Dezernat für das Sanitätswesen geschaffen. Im gleichen Jahr erfolgte die Einweihung des Kaiser Wilhelm Denkmals auf dem Kyffhäuser.
1897 14.Verbandstag in Treben
Verlieh der Herzog dem Verband die Rechte einer juristischen Persönlichkeit.
1898 17.Abgeordnetentag in Roda
Der Verband hatte eine Stärke von 98 Vereinen mit 8753 Mitgliedern.
1899 18.Abgeordnetentag in Schmölln
Der Verband hatte eine Stärke von 105 Vereine mit 9430 Mitgliedern
1900 19.Abgeordnetentag in Eisenberg
Der Kyffhäuserbund (siehe 1922 und ganz unten) wurde gegründet.
1901 20.Abgeordnetentag in Saara und
1902 21.Abgeordnetentag in Kahla
In diesem Jahr starb der letzte große Heerführer des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 König Albert.
Zu den 21. - 25. Verbandstagen befasste man sich mit immer stärker werdenden
sozialdemokratischen Einflüssen.
Juni 1903 22. außerordentlicher Abgeordnetentag in Langenleubau-Niederhain
Am 03.03.1903 gab es in Altenburg eine Feier / Parade mit fast allen Vereinen. In diesem
Jahr zählte der Verband 10358 Mitglieder .
1904 23.Abgeordnetentag in Uhlstädt
1905 24.Abgeordnetentag in Pölzig
Freiherr von Seckendorf wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1906 25.Abgeordnetentag in Hermsdorf
1907 26.Abgeordnetentag in Ehrenhain
Ein Dezernat für Versicherungswesen wurde gebildet.
1908 27. Abgeordnetentag in Tröbnitz.
1909 28. Abgeordnetentag in Winterdorf.
Der Verband hatte eine Stärke von 133 Vereinen mit 11086 Mitgliedern.
1910 29.Abgeordnetentag in Klosterlausnitz
Dort kam man dem Verlangen nach mehr Schießsport nach und überstellte an 35 Vereine eine größere Anzahl Gewehre.
1911 30. Abgeordnetentag in Gößnitz
1912 31. Abgeordnetentag in Roda
1913 32. Abgeordnetentag in Ronneburg
1914 -
1919
Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914, bis Oktober 1919 gab es keine Abgeordnetentage.
Von 1915 bis 1918 wurden an 1066 Kameraden, Veteranen und Witwen 17659 RM Unterstützung gezahlt. 
Oktober 1919 33. Abgeordnetentag in Altenburg
Dort wurde das Kriegsende als: „… schmachvoller Zusammenbruch….. verraten von seinen revolutionären Volksgenossen… erdrückt von der Überzahl seiner hasserfüllten, neidischen Feinde…. seiner wertvollen Kolonien beraubt….. bis zum Ruin verschuldet…“ bedauert. Zu den Ursachen des Krieges, den Opfern und Auswirkungen gab es keine Ausführungen.

Auf den folgenden Tagungen 1920 bis 1924war eine stark rückläufige Mitgliederbewegung und geringere Teilnahme an den Tagungen zu Verzeichnen. Dieser Trend kehrte sich ab 1925 wieder um. Verstärkt wurde Einfluss auf die Jugendpflege genommen und dafür ein neues Dezernat gegründet.

1920 34. Abgeordnetentag in Kahla
1921 35. Abgeordnetentag in Löbichau
1922 36. Abgeordnetentag in Eisenberg
Ab dem 01.01.1922 gibt es nur noch den „Kyffhäuserbund“ als Vereinigung aller Deutschen Landeskriegerverbände,
in den alle Landesverbände eingegliedert wurden.
1923 37. Abgeordnetentag in Rositz
1924 38. Abgeordnetentag in Tröbnitz
1925 39. Abgeordnetentag in Ponitz
1926 40. Abgeordnetentag in Uhlstädt
1927 41. Abgeordnetentag in Ronneburg
1928 42. Abgeordnetentag in Ottendorf
1929 43. Abgeordnetentag in Meuselwitz
1930 44. Abgeordnetentag in Trockenborn-Wolfersdorf und
1931 45. Abgeordnetentag in Korbußen-Pöppeln.

Am Sonnabend, dem 3. September und Sonntag, dem 4. September 1932, fand in Hermsdorf und Klosterlausnitz die „ 50 jährige Jubelfeier des Landes - Kriegerverband Sachsen - Altenburg 1832 bis 1932“ statt. Veranstaltungsorte, Standquartiere und Versorgungsstellen waren:

Hermsdorf

- Centralhalle (Ehemalige 96er, 153er und Bezirk Hermsdorf)
- Zum Schwarzen Bär (Bezirk Langenleuba-Niederhain)
- Altenburger Hof (Bezirk Langenleuba-Niederhain)
- Schlegel [Zur Guten Quelle] ( Bezirk Kahla)
- Poser ( Bezirk Kahla) Eisenberger Strasse 96 Thüringer Hof
- Schützenhaus (Bezirk Stadtroda)
- Gasthaus "Zur Linde" (Bezirk Tröbnitz)
- Martins Restaurant (Bezirk Ronneburg) Schulstrasse
- Kaffee Rühling (Bezirk Schmölln)
- Zur Schönen Aussicht (Bezirk Gumperda) Reichenbacher Straße

Klosterlausnitz

- Friedrichshof (Bezirk Altenburg - Stadt)
- Hotel Herzog Ernst (Bezirk Altenburg - Land)
- Waldhaus zur Köppe (Bezirk Eisenberg)
- Ratskeller (Bezirk Gößnitz)
- Gasthaus „Zur Guten Quelle“ (Bezirk Gößnitz)
- Gasthaus „3 Schwäne“ (Bezirk Meuselwitz)

Zur 50-jährigen Jubiläumsfeier 1932 gehörte als Beisitzer für den geschäftsführenden Vorstand des Westkreises der Fabrikbeamte Ernst Kunze aus der Lessing Straße an. Hauptlokal und Tagungsstätte war wiederum die Centralhalle.

1932 rief der Kyffhäuserbund seine damals fast zwei Millionen Mitglieder auf, ihre Stimme bei der bevorstehenden Reichspräsidentenwahl seinem seit 1919 amtierenden Ehrenpräsidenten Paul von Hindenburg zu geben. Für seinen Gegenkandidaten, den ehemaligen Frontsoldaten Adolf Hitler, eine allzu schmerzliche Erfahrung. Vier Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) verfügte er 1937 die Umbenennung des traditionsbewussten Kyffhäuserbunds in "NS-Reichskriegerbund", der 1943 aufgelöst wurde.

1952 begann die (Wieder-) Gründung des Kyffhäuserbundes in der Bundesrepublik Deutschland. Zu den früheren Soldaten kamen ab 1956 aktive und ehemalige Soldaten der Bundeswehr, aber auch Frauen und Jugendliche, die nicht Soldat gewesen waren. Der Deutsche Jugendbund Kyffhäuser wurde Nachfolgeorganisation der in 1933 aufgelösten Kyffhäuserjugend. Mit der Vereinigung Deutschlands bildeten sich auch in den neuen Bundesländern wieder Kameradschaften und Landesverbände. Die Tradition des Bundes wurde von einer Generation zur nächsten überliefert. Die junge Generation erfüllt heute den modernen Volksbund mit seinen sozialen und humanitären Zielen. [ www.kyffhaeuserbundev.de ]

 
Jüngerer Militärverein Hermsdorf
14.06.1914 Fahnenweihe "Jüngerer Militärverein" Aufnahme vor dem Rathaus.
Klick auf Foto für großes Bild.
Zum "Jüngeren Militärverein" ist weniger bekannt. Der Verein wurde 1911 gegründet, er hatte zur Gründung 20 Mitglieder und der Vorstand war Friedrich Plötner. Später war Fleischermeister Wilhelm Posse, Naumburger Str. 17, Vorstand.